0 bis 6 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
02:00-02:45
De Keersmaeker: Dialog mit Bach
(Musik) | arte
Johann Sebastian Bachs sechs „Suiten für Violoncello solo, BWV 1007-1012“ zählen zu den Höhepunkten der abendländischen Musikgeschichte. Ihre erfindungsreiche Architektur, ihre tänzerische Rhythmik und zeitlose Schönheit sind noch immer relevant. Die vielfach ausgezeichnete Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker liebt die Musik Bachs und hat mit ihrer Interpretation den Versuch unternommen, die Essenz von Bachs musikalischer Sprache zu erfassen und in eine tänzerische Form zu übertragen.
In der Produktion „Dialog mit Bach“ werden die sechs Suiten adaptiert. Drei Tänzer und zwei Tänzerinnen – darunter auch De Keersmaeker selbst – erwecken die Musik auf der Bühne zum Leben. So wird sowohl das Wesen jeder einzelnen Suite für sich enthüllt als auch ihre Wechselwirkung in der Gesamtheit des Zyklus‘.
Es spielt der Cellist Jean-Guihen Queyras. Sein Spiel tritt in einen Dialog mit den Tänzerinnen und Tänzern, gibt Impulse und nimmt Bewegungen auf. So entsteht eine symbiotische Beziehung zwischen der Musik, der Choreographie und dem Raum.
Aufzeichnung vom Juli 2022 in den Lites-Studios bei Brüssel.
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02:35-04:30
Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen
(Komödie) | Sat.1
nach dem Roman von Anne Fine
Thalia.de* | Amazon.de*
Daniel Hillard wird von seiner Frau verlassen und weil er ein arbeitsloser Schauspieler ist, darf er seine 3 Kinder auch nur einmal pro Woche sehen. Um ihnen näher zu sein, verkleidet er sich als ätere Dame und nimmt einen Job als Haushälterin bei seiner Ex-Frau an. Komödie und Romanverfilmung mit Robin Williams und Sally Field in den Hauptrollen.
(Text unter CC BY 2.0 von omdb.org)
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02:45-03:40
Die Beach Boys – Genie und Wahnsinn
(Dokumentation) | arte
„Das ist die dramatische Geschichte der Beach Boys“ – gleich zu Beginn der Dokumentation räumt Brian Wilson mit den Klischees der sonnigen Surfer- und Feelgood-Musik auf, die vor allem mit der berühmtesten kalifornischen Popgruppe verbunden wird. Die Dokumentation konzentriert sich auf die komplexe Persönlichkeit des Bandleaders und sein Verhältnis zu seinen Brüdern, zu denen er später auf Abstand ging. Dabei beleuchtet sie vor allem die ersten zehn Jahre der Beach Boys, vom Senkrechtstart in den sorglosen 1960er Jahren bis zum Absturz des ältesten Wilson-Bruders Anfang der 1970er Jahre.
Dreh- und Angelpunkt ist die Periode ab 1966, mit dem Meisterwerk „Pet Sounds“ und dem gescheiterten Folgealbum „Smile“, das eigentlich auf der Bugwelle des Welthits „Good Vibrations“ hätte surfen sollen, sich aber als Sackgasse erwies. Die Schilderungen von Personen, die Brian Wilson in Los Angeles nahestanden, darunter die Gitarristen Al Jardine und David Marks, der Pianist der Wrecking Crew, Don Randi, und Ex-Frau Marilyn, sowie von Protagonisten aus dem damaligen Umfeld der Beach Boys gewähren tiefe Einblicke in Wilsons Psyche.
Dabei spart die Dokumentation weder Wilsons problematische Beziehung zu seinem tyrannischen Vater aus, noch das gespannte Verhältnis zu den anderen Bandmitgliedern, die den Einzelgänger nicht verstanden. Zur Sprache kommt auch Wilsons Drogenproblem, für Ex-Frau Marilyn die eigentliche Ursache seines Absturzes. Die Dokumentation zeichnet das Porträt eines herausragenden Popmusikers, den Paul McCartney am Ende der Dokumentation als „Helden“ bezeichnet.
Regisseur Christophe Conte, der Macher der Dokumentation, gilt als ausgewiesener Kenner der 1960er Jahre.
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03:40-05:05
Todesengel
(Spielfilm) | HR
nach dem Roman Walküre von Craig Russel Amazon.de* | Hugendubel.de*
Der berüchtigte „Engel von St. Pauli“ ist zurück! Für Hauptkommissar Jan Fabel besteht kein Zweifel, wer hinter dem grausamen Mord an einem 48-jährigen Journalisten steckt. Die Tat gleicht einer ungeklärten Verbrechensserie, die sich vor zehn Jahren ereignete und Fabel keine Ruhe lässt: Jemand schnitt neun Männern, allesamt Sexualstraftäter, Zuhälter und prügelnde Ehemänner, die Kehle durch und kastrierte sie bei lebendigem Leibe – so, als ob diese für ihre Gewalt gegen Frauen büßen sollten.
Das aktuelle Opfer, gegen das eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung vorliegt, passt ins Schema. Um das Rachemotiv zu verstehen, bittet Fabel nicht die Polizeipsychologin Susanne, sondern seine Ex-Freundin um Hilfe, die ein Buch über den „Engel“ geschrieben hat. Schon bald merkt der Kommissar jedoch, dass der Fall komplexer ist als angenommen: Eine Mörderin, die bereits vor dem „Engel“ auf die gleiche Weise tötete, ist aus der geschlossenen Psychiatrie ausgebrochen. Damals wie heute scheidet sie jedoch als Täterin aus.
Als ein zweites Opfer im Rotlichtmilieu gefunden wird, schlägt Fabels Intuition Alarm: Der Ermordete hatte wie der Journalist einen Bezug zu einem Recyclingunternehmen, das Simon Blohm mit der Unterstützung seines Schwiegervaters führt. Benutzt jemand die Handschrift des „Engels“, um von etwas anderem abzulenken? Fabel bleibt wenig Zeit, um herauszufinden, was hier wirklich gespielt wird.
In „Todesengel“, Jakob Ziemnickis Verfilmung des Romans „Walküre“ von Craig Russel, tut Peter Lohmeyer alias Jan Fabel alles dafür, um seine bislang bitterste Schlappe als Ermittler ausmerzen: Der Hamburger Hauptkommissar jagt erneut eine von der Presse als „Engel von St. Pauli“ bezeichnete Serienmörderin, die vor zehn Jahren Sexualstraftäter „bestrafte“, unerkannt blieb und nun offenbar wieder aktiv wird. Gemeinsam mit seinen von Ina Paule Klink und Proschat Madani gespielten Kripokolleginnen stößt der Chefermittler jedoch auf rätselhafte Abweichungen vom früheren Opferschema.
Raffiniert baut Regisseur Jakob Ziemnicki in seiner düster-spannenden Romanadaption eine zweite Geschichte ein, die in einem geheimen Stasiausbildungslager zu DDR-Zeiten beginnt.
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04:05-05:35
Donna Leon – Wie durch ein dunkles Glas
(Spielfilm) | SWR BW
nach dem Roman von Donna Leon
Amazon.de*
Giovanni de Cal, streitbarer Besitzer einer Glasfabrik auf Murano, wird ermordet aufgefunden. Eine erste Spur führt Commissario Brunetti zum Arbeiter Tassini, der seinen Chef hasste. Doch auch de Cals Tochter Assunta hätte ein Motiv: Sie sollte enterbt werden. Oder hat der heimlich in Assunta verliebte Arbeiter Sergio für sie gemordet, obwohl sie dem grünen Bürgermeisterkandidaten Fasano den Vorzug zu geben scheint?
Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) und Sergente Vianello (Karl Fischer) bietet sich ein grausiger Anblick: Giovanni de Cal (Wolfgang Hinze), Besitzer einer Glasfabrik auf Murano, liegt mumifiziert vor einem seiner Öfen. Wie Pathologe Aurino (Ueli Jäggi) schnell herausfindet, wurde der alte Mann ermordet. Auch privat hat Brunetti mit Verbrechensbekämpfung alle Hände voll zu tun. Seine Frau Paola (Julia Jäger) hat die charmante Tante Sophia (Anaid Iplicjian) eingeladen. Die blickt auf eine lange Karriere als Trickbetrügerin zurück.
Eine erste Spur im Fall de Cal führt Brunetti und Vianello zum Nachtarbeiter Tassini (Andreas Schmidt), der seinen Chef hasste und ihn für die schwere Erkrankung seiner kleinen Tochter durch giftige Rückstände bei der Glasherstellung verantwortlich machte.
Doch auch de Cals Tochter Assunta (Katharina Wackernagel), die sehr unter ihrem despotischen Vater litt, hätte ein Motiv. Kurz vor seinem Tod drohte der Vater ihr mit Enterbung. Wie sehr jedoch Assunta an der Fabrik hängt, weiß auch der heimlich in sie verliebte Arbeiter Sergio (Tom Beck). Hat er den streitsüchtigen alten Mann aus dem Weg geräumt, um seiner Angebeteten zu helfen? Assunta scheint sich jedoch mehr für ihren Jugendfreund Gianluca Fasano (Heikko Deutschmann), den Besitzer der benachbarten Glasbläserei und grünen Bürgermeisterkandidaten Venedigs, zu interessieren.
Während Brunetti und Vianello Tassinis Anschuldigungen nachgehen, glaubt Vice-Questore Patta (Michael Degen) er stünde kurz vor einer Beförderung und verteilt „Motivationsgeschenke“ an seine Mitarbeiter. Als Brunetti noch einmal mit Tassini sprechen will, findet er ihn tot in einem Wasserbecken der Glasbläserei, daneben die völlig verstörte Assunta. Sie gibt zu, von Tassini erpresst worden zu sein, da er mit Wasser- und Bodenproben beweisen konnte, dass ihr hoch verschuldeter Vater illegal giftige Abwässer in die Lagune geleitet haben muss. Aber ermordet hat Assunta ihn nicht. Und auch Tassinis verzweifelte Ehefrau Sonia (Birge Schade), die sich nun allein um die kranke Tochter kümmern muss, kann dem Commissario keine Hinweise geben.
Da finden Brunetti und Vianello überraschend in Tassinis Dante-Ausgabe einen Zettel, auf dem geographische Koordinaten vermerkt sind. Als sie der Sache nachgehen, entdecken sie tatsächlich ein Rohr für die illegale Ableitung giftiger Abwässer in die Lagune. Und nicht nur das: Ein zweites Rohr führt zu Vianellos ungläubigem Entsetzen direkt zur Fabrik von Gianluca Fasano. Mit den Vorwürfen konfrontiert, streitet Fasano alles ab, auch die Überprüfung seines Alibis scheint seine Unschuld zu bestätigen. Doch als Assunta die Wahrheit herausfindet, gerät sie in tödliche Gefahr. Wird Brunetti sie rechtzeitig retten können?
Dunkle Geschäfte mit dem traditionsreichen Muranoglas und ein Umweltskandal bilden den Hintergrund dieser Donna-Leon-Verfilmung. Wie immer spielt Uwe Kockisch souverän die Rolle des sympathischen Commissario Brunetti, der die Pistole durch Verstand und Einfühlungsvermögen ersetzt. Unterstützt wird er von seinem bewährten Team: Karl Fischer als Sergente Vianello, Michael Degen als Vice-Questore Patta, Julia Jäger als Paola Brunetti und Annett Renneberg als bezaubernde Signorina Elettra. Auch die Episodenrollen sind prominent besetzt mit Katharina Wackernagel, Heikko Deutschmann, Anaid Iplicjian, Andreas Schmidt, Birge Schade und Tom Beck. Regisseur Sigi Rothemund gelang einmal mehr die richtige Mischung aus Humor und Spannung.
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04:20-04:50
Lieder für die Hoffnung – Entdeckungsreise zu Paul Gerhardt
(Dokumentation) | RBB Berlin
Seit über 350 Jahren berühren Kirchenliedtexte von Paul Gerhardt Menschen auf der ganzen Welt. Voller Poesie und Wortgewalt geben sie Zuversicht in schweren Zeiten. Dabei hatte der berühmte Theologe selbst ein Leben voller Schicksalsschläge. Was sagen uns seine Liedtexte heute? Können sie immer noch in Krisenzeiten helfen? Eine Entdeckungsreise zu Paul Gerhardt von Berlin nach Lübben.
Paul Gerhardt ist ein Phänomen. Seit über 350 Jahren berühren seine Kirchenliedtexte Menschen auf der ganzen Welt. Es gibt kein Gesangsbuch ohne Paul Gerhardt. Voller Poesie und Wortgewalt preisen seine Lieder die Schönheit der Natur, geben Trost und Zuversicht in schweren Zeiten. Dabei hatte Paul Gerhardt selbst ein Leben voller Schicksalsschläge während des 30-jährigen Krieges. Woher nahm der in Berlin und Brandenburg wirkende Theologe und Kirchenlieddichter seine positive Lebenshaltung? Was sagen uns seine Liedtexte heute? Können sie immer noch in Krisenzeiten helfen? Eine Entdeckungsreise zu Paul Gerhardt entlang des Paul-Gerhardt-Wanderweges von Berlin nach Lübben.
Film von Maren Schibilsky
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05:45-07:25
Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner
(Spielfilm) | One
nach dem Roman von Kerstin Gier
Thalia.de* | Hugendubel.de*
Kati hat ihren Traummann schon seit fünf Jahren zu Hause: attraktiv, treu und als Arzt beruflich erfolgreich. Leider verbringt „ihr“ Felix inzwischen so viel Zeit bei der Arbeit im Krankenhaus, dass sich Kati zu oft allein fühlt. Als sie den gutaussehenden, charmanten Künstler Mathias kennenlernt, schlägt es bei ihr ein wie damals bei Felix. Ohne ihrem Mann das Herz zu brechen, ist jedoch leider kein Neuanfang möglich.
Eigentlich ist Kati mit ihrem Traummann Felix sehr glücklich. Doch der attraktive, treue und beruflich erfolgreiche Arzt arbeitet so viel, dass sich Kati zu oft alleine fühlt. Prompt verliebt sie sich in den gutaussehenden, charmanten Künstler Mathias.
Kurz bevor ihre letzten Hemmungen fallen, mischt das Schicksal die Karten auf unglaubliche Weise neu: Nach einem Autounfall wacht Kati in der Vergangenheit auf – genau an jenem Tag vor fünf Jahren, an dem sie Felix durch einen Zufall kennenlernt. Kati will die unverhoffte zweite Chance nutzen und macht Mathias ausfindig, der sich auch dieses Mal in sie verliebt.
Zwar versucht sie die Begegnung mit Felix zu vermeiden, doch irgendwie klappt das nicht. Ständig läuft er ihr über den Weg und ist dabei genauso betörend wie beim ersten Mal. Nun muss sie sich bei Felix zusammenreißen! Als Kati dahinterkommt, dass seine Freundin Lilian ihn mit seinem besten Kumpel Gereon betrügt, mischt sie sich doch in das Leben von Felix ein.
Jessica Schwarz, Felix Klare und Christoph Letkowski spielen die Hauptrollen in der romantischen Komödie, die auch in den Nebenrollen unter anderem mit Juliane Köhler, Pheline Roggan, Elena Uhlig, Adnan Maral, Oliver Korittke und Judy Winter exzellent besetzt ist. Die Mainmetropole Frankfurt dient als Kulisse für die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Kerstin Gier.
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6 bis 12 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
07:05-08:20
Ein Sommer in Sommerby
(Spielfilm) | Das Erste (ARD)
Seit vielen Jahren lebt Inge allein in ihrem reetgedeckten Haus an der Schlei. Hier gibt es weder einen Telefonanschluss noch eine Straßenanbindung. Nichts davon fehlt der eigenbrötlerischen alten Frau. Seit Jahren herrscht zwischen ihr und den Eltern von Martha, Mikkel und Mats Funkstille – und doch dürfen die Enkel bleiben. Einfach wird das nicht. Doch nach und nach knackt das Trio die harte Schale der Oma und kommt an in Sommerbys analoger Welt. Alle finden Freunde, und gemeinsam werden sie unerwartet zu Heldinnen und Helden, als ein Makler die mittlerweile liebgewonnene Sommeridylle bedroht.
Seit vielen Jahren lebt Inge allein in ihrem reetgedeckten Haus an der Schlei. Hier gibt es weder einen Telefonanschluss noch eine Straßenanbindung. Nichts davon fehlt der eigenbrötlerischen alten Frau. Seit Jahren herrscht zwischen ihr und den Eltern von Martha, Mikkel und Mats Funkstille – und doch dürfen die Enkel bleiben. Einfach wird das nicht. Denn bei „Frau Oma“, wie die fremde Inge von dem kleinen Mats genannt wird, geht es schroffer zu als gewohnt. Martha ist die Älteste, sie fühlt sich verantwortlich für ihre Brüder und versucht tapfer, das Beste aus der Zeit zu machen. So knackt das Trio nach und nach die harte Schale der Oma und kommt an in Sommerbys analoger Welt, die so viel zu bieten hat: Martha steuert allein das Boot, um Marmelade auszuliefern. Mikkel kümmert sich mit Mats um die Hühner, alle finden Freunde und gemeinsam werden sie unerwartet zu Heldinnen und Helden, als ein Makler die mittlerweile liebgewonnene Sommeridylle bedroht.
© by DasErste/TV-Browser
08:00-08:50
Vivi Vassileva und Lucas Campara Diniz
(Konzert) | NDR Schleswig-Holstein
Sie wird zweifellos als die legitime Nachfolgerin von Schlagzeug-Superstar Martin Grubinger angesehen: Vivi Vassileva. Nachdem sie 2023 beim Internationalen Schlagzeugfestival Überschlag mit ihrem Extasi Ensemble auf der großen Bühne frenetisch gefeiert wurde, beehrte sie das Festival 2024 erneut. Da allerdings ganz intim.
Am Vibrafon widmete sie sich gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem brasilianischen Gitarristen Lucas Campara Diniz, hauptsächlich südamerikanischer Musik. Neben dessen eigenen Arrangements für diese außergewöhnliche Besetzung spielten die beiden ein Auftragswerk des israelischen Komponisten Avner Dorman. Vivis mittlerweile legendäre Plastikflaschenkadenz, komponiert von Gregor A. Mayrhofer („Recycling Concerto“), durfte natürlich nicht fehlen.
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08:50-09:00
Die NDR Radiophilharmonie spielt
(Konzert) | NDR Schleswig-Holstein
Erstmals dirigierte Thomas Søndergård die NDR Radiophilharmonie. Der dänische Dirigent Søndergård ist eine feste Größe in der internationalen Musikwelt und brilliert beispielsweise am Pult des Chicago Symphony Orchestra und des Amsterdamer Concertgebouw Orchestra. Seit 2018 begeistert er als Chefdirigent des Royal Scottish National Orchestra das Publikum in Glasgow. Das NDR Fernsehen zeigt einen Ausschnitt aus diesem besonderen Konzert zum Saisonabschluss 2021 der NDR Radiophilharmonie.
Solistin des Abends: Alexandra Conunova.
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10:10-10:50
Karneval der Tiere
(Klassik) | HR
Der „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens (1835-1921) gehört zu jenen Stücken der klassischen Musik, die nicht nur bei Erwachsenen sehr beliebt sind, sondern auch jungen Zuhörern viel Freude bereiten. In vierzehn kurzen Stücken für ein neunköpfiges Instrumentalensemble charakterisierte der Komponist die typischen Eigenschaften so verschiedener Tiere wie Löwe, Elefant, Schildkröte und Esel oder von Tiergruppen in der „Voliere“ und im „Aquarium“.
Beim „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens erzielte der Komponist zusätzliche Aufmerksamkeit für sein Werk, indem er recht großzügig Hits von Komponisten-Kollegen wie Rossini, Offenbach, Berlioz und Mendelssohn-Bartholdy zitierte und umarbeitete.
Auf der Basis einer Aufführung des „Karnevals“ durch das Münchner Rundfunkorchester hat der Bayerische Rundfunk eine Filmfassung hergestellt, die auf sehr ungewöhnliche und fantasievolle Weise mit den Kompositionen umgeht. Der Film wendet sich gezielt an Kinder im Schulalter.
Die BR-Filmfassung des „Karnevals der Tiere“ bettet die Tierdarstellungen in eine Geschichte, die von BR-Autorin Uta Sailer und Johannes Volkmann, dem Leiter des Papiertheaters Nürnberg, erzählt wird. Sailer und Volkmann nehmen die vierzehn Einzelsätze zum Anlass, mit den Mitteln des Papiertheaters – Scherenschnitte, abstrakte und realistische Formen, starke Kontraste – nicht nur die Eigenschaften der Tiere zu schildern, sondern sich die Frage zu stellen, wie es den vom Saint-Saens porträtierten Tieren denn heute ergeht.
Zur Poesie von Saint-Saens‘ Musik gesellt sich die Poesie der zarten Farben und der kuriosen Formen, die das Papiertheater für jedes Stück entstehen und wieder vergehen lässt.
Solisten: Ani Sulkhanishvili, Nia Sulkhanishvili
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10:15-11:35
Dornröschen
() | Disney Channel
Erwecken Sie Ihre Sinne für den größten Märchenklassiker von Walt Disney: Dornröschen.
© by Disney Channel
+ Kultur4all-Tipp +
Dornröschen live auf der Bühne
Tickets eventim.de* | ADticket.de* | Reservix.de* | Ticketmaster*
10:20-11:05
Chanticleer: Sing Joyfully
(Konzert) | BR Süd
In den „Canterbury Tales“ von Geoffrey Chaucer, geschrieben im 14. Jahrhundert, gibt es einen rein und klar singenden Hahn namens Chanticleer. Nach ihm benannte sich 1978 ein junges Vokalensemble in San Francisco – und tatsächlich, sein Ideal ist der reine, bis in die feinsten Nuancen austarierte Ensembleklang. Zwölf Sänger – Countertenöre, Tenöre, Baritone und Bässe – lassen ihre Stimmen zu einem homogenen, schwebenden Klangkörper verschmelzen.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Kunst in der Musik des Mittelalters und der Renaissance: Werke von Guillaume de Machaut, Orlando di Lasso oder William Byrd interpretiert Chanticleer mit unglaublicher Transparenz und Farbreichtum in den Stimmen. Dieses Kernrepertoire erweiterte das Ensemble bei seinem Auftritt im Rahmen der Großen Nürnberger Musiknacht von BR Klassik und Musikfest ION am 19. Juni 2026 in der Nürnberger Egidienkirche durch traditionelle Folk Songs, Spirituals oder atemberaubende Stimmexperimente wie in dem Lied „Hee-oo-oom-ha“.
Mit der Großen Nürnberger Musiknacht, mit Musikgenuss bei Sommernachtsflair startete das Musikfest ION – Europas internationales Festival für Geistliche Musik – in seine Jubiläums-Ausgabe. Vor 75 Jahren gegründet als Internationale Orgelwoche Nürnberg in den damals nur notdürftig von Kriegsschäden reparierten Kirchen, sollte das Festival ein Zeichen der Versöhnung aussenden sechs Jahre nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs.
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10:50-12:20
Die Alchemie des Klaviers
(Kultur) | HR
Eine unveröffentlichte Aufnahme des Pianisten und Komponisten Sergej Rachmaninow (1873-1943) wird für den Pianisten Francesco Piemontesi zu einem Schlüsselerlebnis. Diese Freiheit des Spiels, diese Farben und Nuancen, diese Virtuosität überwältigen ihn. Der Schweizer Klaviervirtuose will erforschen, was er hier zu hören glaubt: die Alchemie des Klaviers. Gemeinsam mit Regisseur Jan Schmidt-Garre macht sich Piemontesi auf eine Reise zu älteren Kollegen, die ihm zu diesen geheimen Elementen des Klavierspiels Auskunft geben können.
Als der Pianist Francesco Piemontesi eine unveröffentlichte Aufnahme des Pianisten und Komponisten Sergej Rachmaninows hört, ist das wie ein Schock für ihn. Diese Freiheit des Spiels, diese Farben und Nuancen, diese Virtuosität, die doch immer mit einem Lächeln präsentiert wird, überwältigen ihn. Er beschließt, zu erforschen, was er hier zu hören glaubt: die Alchemie des Klaviers.
An der Seite von Regisseur Jan Schmidt-Garre macht sich Piemontesi auf eine Reise zu älteren Kollegen, die ihm zu diesen geheimen Elementen des Klavierspiels Auskunft geben können. Er fährt zu Maria João Pires nach Spanien, zu Jean-Rodolphe Kars in ein französisches Kloster und zu Stephen Kovacevich nach London. Er lässt sich von der Opernsängerin Ermonela Jaho inspirieren, auf dem Klavier zu singen, und vom Dirigenten Antonio Pappano, die Farben des Orchesters aufs Klavier zu übertragen.
Zum Abschluss besucht er seinen alten Lehrer und Mentor Alfred Brendel. Und selbst der 1943 gestorbene Sergej Rachmaninow ist plötzlich wieder sehr lebendig …
Spielerisch ordnet der Film den ProtagonistInnen die alchemistischen Bausteine des Klavierspiels zu: Körper – Maria João Pires; Klang – Stephen Kovacevitch, geb. Bishop; Bilder – Jean-Rodolphe Kars; Stimme – Ermonela Jaho; Farben – Antonio Pappano und Form – Alfred Brendel. Am Ende werden diese Elemente jedoch von der Naturgewalt Sergei Rachmaninoffs durcheinandergewirbelt, mit dessen Worten der Film endet: „In jedem guten Klavierspiel gibt es einen Lebensfunken, der aus der Aufführung eines Werks eine lebendige Gestalt macht. Er existiert nur im Augenblick und ist unerklärlich.“
Koproduktion der PARS Media mit dem Bayerischen Rundfunk, der Serge-Rachmaninoff-Foundation und dem ORF – in Zusammenarbeit mit Arte, RSI, NRK, SRF, SVT und Naxos Audiovisual und gefördert vom FFF Bayern und von der Funk Stiftung.
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12 bis 18 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
13:55-15:40
Up in the Air
(Spielfilm) | arte
nach dem Roman von Walter Kirn
Amazon.de*
Wenn Menschen ihren Job verlieren, dann beginnt für Ryan Bingham die Arbeit. Im Auftrag feiger Chefs, die gefeuerten Angestellten nicht mehr in die Augen zu sehen wagen, überbringt er die schlechte Nachricht, verpackt als Chance für einen Neubeginn. Dank der Wirtschaftskrise ist er sehr gefragt – 322 Tage im Jahr jettet der Kündigungsspezialist von Firma zu Firma quer durchs Land.
Die nomadische Existenz in Airport-Hotels und Businesslounges kultiviert der überzeugte Single mit sportlichem Ehrgeiz. Sein großes Ziel: Er will unter all den Vielfliegern als Siebter die sagenumwobene 10.000.000-Meilen-Schallmauer durchbrechen.
Da lernt er die eloquente Geschäftsfrau Alex kennen, eine verwandte Seele, die vergessen geglaubte menschliche Regungen in ihm weckt. Zudem bringt die ehrgeizige Harvard-Absolventin Natalie Ryans penibel strukturiertes Leben durcheinander. Die neue Kollegin schlägt vor, die „Freistellungen“ künftig nur noch vom Büro aus per Videokonferenz abzuwickeln. Das geht jedoch selbst dem abgebrühten Ryan zu weit …
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15:40-17:10
Patrick Swayze – Hollywoods Traumtänzer
(Dokumentarfilm) | arte
Leinwandikone Patrick Swayze: Seine Mutter war eine gefeierte Choreographin und Patrick sollte das Beste seiner Eltern in sich vereinen: Athlet, Wettkämpfer, Künstler. Nachdem er sich in New York in einer Ballettkompanie einen Namen gemacht hatte, zog er nach Los Angeles, um Filmstar zu werden. Wie keiner vor ihm hatte er den Ehrgeiz, alle körperlichen Herausforderungen und Stunts selbst auszuführen. Seinem Talent, aber auch seiner unbedingten Härte gegen sich selbst verdankte er große Erfolge – und sie führten ihn in große Krisen. Durch alle diese Phasen begleiteten ihn seine Ehefrau Lisa Niemi und wenige Vertraute wie seine Agentin, seine Managerin und Schauspielerkollegen. In diesem Dokumentarfilm berichten sie von seinem Leben und seiner Karriere und zeichnen das Bild eines Künstlers zwischen Depression und Manie, zwischen Abschottung und Geltungsdrang. In Archivaufnahmen kommt auch immer wieder Patrick Swayze selbst zu Wort und erzählt von Höhenflügen und Fluchten aus Hollywood in die Einsamkeit der Ranch in New Mexico. Swayze starb 2009 mit nur 57 Jahren.
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17:50-18:40
Daniele Gatti dirigiert Wagner, Saint-Saëns und Debussy
(Musik) | arte
Zwischen dunkler Klangfülle und heller Leichtigkeit bewegt sich das Programm dieses Konzerts der Dresdner Staatskapelle. Es macht hörbar, wie stark Richard Wagner Komponisten wie Claude Debussy und Camille Saint-Saëns geprägt hat – und verweist zugleich auf das spannungsreiche Verhältnis zwischen deutscher und französischer Musik am Ende des 19. Jahrhunderts.
Mit Wagner verband Debussy eine Art Hassliebe. 1888 und 1889 führten ihn zwei Fahrten nach Bayreuth zu den Festspielen, wo er „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Parsifal“ und „Tristan und Isolde“ sah. Nach seiner ersten Reise war er völlig begeistert, vor allem von der revolutionären Harmonik im „Tristan“, nahm aber später eine eher kritische Haltung ein. Ein Grund dafür war, dass er Wagner als übermächtiges Vorbild sah, von dem es schwer sein würde, sich zu lösen.
Auch Saint-Saëns hatte ein zwiespältiges Verhältnis zu Wagner. Er bewunderte einerseits seine Orchestrierung, fand Wagners Opern andererseits jedoch überladen, langatmig und ausschweifend. Er glaubte, dass der Wagnerismus die französischen Komponisten von ihrem nationalen Stil abbrachte. Ihm ging es um die Rückbesinnung auf „klassische“ Klarheit in der Musiksprache.
Daniele Gatti dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden. Saint-Saëns‘ erstes Cellokonzert interpretiert Gautier Capuçon, ein Meister des warmen, kantablen Tons.
Das Programm im Überblick:
Richard Wagner: Vorspiel zum 3. Aufzug und „Karfreitagszauber“ aus „Parsifal“
Camille Saint-Saëns: Violoncellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33
Claude Debussy: „La mer“
Richard Wagner: Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Isoldes Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“
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18 bis 24 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
20:15-21:55
Rendezvous mit einer Leiche
(Spielfilm) | arte
Ein zu Geld gekommener Gefängnisdirektor hat kurz vor seinem Tod sein Testament geändert – zum Missfallen seiner zweiten Frau Emily Boynton, einer ehemaligen Aufseherin der Haftanstalt. Laut Testament soll das nicht unbeachtliche Vermögen unter Emily und den Kindern gleichmäßig aufgeteilt werden. Doch die Witwe bringt den Anwalt der Familie durch Erpressung dazu, das Testament zu vernichten. Demnach tritt das ursprüngliche Testament wieder in Kraft, nach dem das Vermögen allein der Witwe zufällt. Die Familie macht gute Miene zum bösen Spiel und unternimmt eine Reise auf einem Luxuskreuzer nach Israel. Der Anwalt, der eine Affäre mit Emilys Schwiegertochter hat, reist der Familie nach.
Zufällig befindet sich auf dem Schiff auch der berüchtigte Detektiv Hercule Poirot. Über gemeinsame Bekannte lernt er die Familie kennen und macht mit ihr einen Ausflug zum Toten Meer, wo Emilys Schicksal besiegelt wird: Die Witwe fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Hercule Poirot macht sich an die Ermittlungsarbeit und kommt auf eine unerwartete Fährte …
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20:15-22:35
The Best of Me – Mein Weg zu dir
(Drama) | sixx
Über 20 Jahre nachdem sie in der High School ein Paar waren, treffen sich Amanda und Dawson bei einer Testamentseröffnung wieder. Während sich die beiden durch ihre ungelösten Probleme arbeiten, wird in Rückblenden auch ihre damalige Liebesgeschichte gezeigt. Romanverfilmung nach Nicholas Sparks (u.a. auch ‚Wie ein einziger Tag‘, ‚Safe Haven‘, ‚Kein Ort ohne dich‘, ‚The Lucky One‘).
(Text unter CC BY 2.0 von omdb.org)
© by sixx
20:15-21:13
Die Elbphilharmonie – Wahrzeichen zwischen Himmel und Hafen
(Dokumentation) | tagesschau24
Majestätisch erhebt sie sich über der Elbe: Die „gläserne Welle“ scheint aus dem Wasser zu steigen und ist aus ganz Hamburg zu bewundern. Aber nicht nur in der Freien und Hansestadt wird die Elbphilharmonie bewundert, das Konzerthaus hat mittlerweile Weltruf erlangt. Die Architektur erinnert an die maritime Geschichte der Hansestadt – ein Konzerthaus erbaut auf einem ehemaligen Kakaospeicher. Heute gilt sie als neues Wahrzeichen Hamburgs und architektonisches Meisterwerk.
Ihr Bau war eine Kraftprobe: Zeitpläne gerieten ins Wanken, die Kosten stiegen in astronomische Höhen, die Debatten waren hitzig. Doch die Ausdauer scheint sich gelohnt zu haben: Fast zehn Jahre nach der Eröffnung ist die Begeisterung ungebrochen. Beinahe alle Konzerte sind ausverkauft, mehr als 25 Millionen Menschen haben die Plaza, die Aussichtsplattform auf halber Höhe des Gebäudes, bisher besucht. Die Elbphilharmonie zieht Touristen und Musikfans aus aller Welt an.
Von Anfang an begleitet Fotograf Thies Rätzke das Gebäude und die Menschen darin mit seiner Kamera. Kaum einer kennt die Ecken und Kanten der Elbphilharmonie so gut wie er. Ob Catwalk, Reflektor oder Tube: Der Fotograf ergründet die Geheimnisse des Konzerthauses und bewahrt sie in seinen Bildern.
Auf der Bühne geben sich täglich internationale Stars und Spitzenorchester die Klinke in die Hand. Programmlich prägend ist dabei das NDR Elbphilharmonie Orchester, das im Rahmen seiner Residenz die meisten Konzerte in diesem Saal gegeben hat. Die Oboistin Freya Linea Obijon zeigt die Perspektive der Musiker*innen auf.
Damit im Großen Saal alles reibungslos funktioniert, braucht es ein eingespieltes Team hinter den Kulissen. Einer von ihnen ist Benedikt Burkard, Orchesterinspizient des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Er sorgt dafür, dass alle und alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind: Instrumente, Notenpulte, Musiker. Er ist der Erste, der kommt und der Letzte, der geht.
In den drei Sälen der Elbphilharmonie spielt täglich die Musik. Die Umbauzeiten sind knapp, die Abläufe präzise getaktet. Ohne Svea Maschmann läuft nichts: Sie kümmert sich um Licht, Ton und Technik. Als erste Auszubildende in der Elbphilharmonie begann sie ihren Weg in einem Beruf, in dem Frauen noch immer selten sind. Heute ist sie aus dem Betrieb nicht mehr wegzudenken.
„die nordstory“ wirft einen Blick hinter die Kulissen des spektakulären Konzerthauses. Sie erzählt von Visionen und Widerständen, von Perfektion und Leidenschaft – und von den Menschen, die das Wunderwerk am Wasser jeden Tag mit Leben füllen, ob drinnen oder davor.
Film von Annette Yang
© by DasErste/TV-Browser
21:55-22:45
Legendäre Liebespaare des Kinos
(Dokumentationsreihe) | arte
Humphrey Bogarts Karriere beginnt am New Yorker Broadway. Nach dem Schwarzen Freitag von 1929 lässt er sich in Hollywood nieder, dort sind gute Theaterschauspieler beim Übergang vom Stumm- zum Tonfilm gefragt. Zunächst muss er sich mit Nebenrollen als Gangster in B-Filmen zufriedengeben, bis ihm die Verfilmung von „Der versteinerte Wald“, einem Theaterstück von Robert E. Sherwood, den ersten Erfolg beschert. Den Durchbruch bringen ihm 1941 „Entscheidung in der Sierra“ und „Die Spur des Falken“. Als Rick Blaine an der Seite von Ingrid Bergman wird er in „Casablanca“ ein Jahr später zum Star weltweit.
1944 dann die Schicksalsbegegnung: Howard Hawks vertraut ihm die Hauptrolle in „Haben und Nichthaben“ an. Seine Partnerin ist ein junges Model: Lauren Bacall. Ein Jahr zuvor hat sie mit dem Cover von Harper’s Bazaar die Aufmerksamkeit des Regisseurs auf sich gezogen. Die erst 19-jährige Bacall zittert, als sich ihr Traum vom Schauspielen erfüllt und sie die ersten Szenen mit dem 44-jährigen Star dreht. Um das zu verbergen, schaut sie mit ihren Katzenaugen und leicht gesenktem Kopf von unten herauf zu ihm: „The Look“ ist geboren.
Ihr gemeinsamer Sohn Stephen Bogart, geboren 1949, gewährte dem Filmemacher Bertrand Tessier Einblick in das Familienarchiv, das ihm persönliche Facetten des Mannes und der Frau hinter der Legende offenbarte. Dazu kommen zahlreiche Kenner zu den Karrieren und der Beziehung des legendären Paares zu Wort.
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22:45-02:15
Richard Wagner: Lohengrin
(Oper) | arte
Richard Wagners Oper „Lohengrin“ erzählt die mittelalterliche Schwanenrittersage: Der Gralsritter Lohengrin wird Elsa von Brabant als Helfer und Beschützer gesandt – auf einem Boot, das von einem Schwan gezogen wird. Als Bedingung für seine Hilfe darf sie ihn niemals nach seinem Namen fragen. Als sie sein Verbot bricht, muss er sie verlassen. Ein romantisches Märchen.
Der Regisseur und Musiker Johannes Erath inszeniert den Baden-Badener Lohengrin. Er begann seine Regie-Laufbahn als Assistent von Willy Decker, arbeitete unter anderem an der Semperoper in Dresden, wurde mit dem Götz-Friedrich-Preis und dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet.
Die Dirigentin Joana Mallwitz beschäftigte sich bereits in ihrer Zeit als Generalmusikdirektorin in Nürnberg intensiv mit dem Werk Wagners. Die Titelrolle wird von Piotr Beczała verkörpert. Er gab sein Debüt als Lohengrin an der Dresdner Semperoper und ist auf allen großen Opernbühnen dieser Welt zu Hause. Auch seine Elsa von Brabant ist prominent besetzt mit der US-amerikanischen Sopranistin Rachel Willis-Sørensen, die regelmäßig an den führenden Opernhäusern gastiert.
Aufzeichnung vom 28. März 2026 beim Osterfestival Baden-Baden, Deutschland.
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23:15-23:45
Whisky statt Oper – Wenn der Traumjob zum Albtraum wird
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Von Anfang an sei die Oper sein Leben gewesen, sagt Thorsten Büttner. Schon als Kind stand er in Stuttgart auf der Bühne, zuerst als Statist, später als Solist des Kinderchores. Seither war sein Ziel klar: Er wollte Opernsänger werden und als Tenor in den großen Theatern der Welt auftreten. Konsequent arbeitete er an seiner Gesangskarriere, schloss als Jahrgangsbester sein Studium ab und ergatterte erste Engagements.
Doch hinter der Bühne wurde sein Traumjob zunehmend zum Albtraum: Immer wieder fühlte sich Thorsten Büttner schlecht behandelt. Nach zahlreichen seelischen Verletzungen und gesundheitlichen Zumutungen gab er die Opernwelt auf, trotz seines aussichtsreichen Karrierestarts. Seine zweite Leidenschaft wird zum Ausweg: Whisky. Thorsten Büttner lässt sich zum Whiskysommelier ausbilden und beginnt auf Mittelaltermärkten, Whisky zu verkaufen. Eine Lösung – auf den ersten Blick. Doch kann er die Oper wirklich loslassen und mit Plan B glücklich werden
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0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
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