Fernsehprogramm Kultur Samstag - www.kultur4all.de

0 bis 6 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

02:45-04:15
Maria Wern, Kripo Gotland – In der Tiefe
(Spielfilm) | Das Erste (ARD)

nach dem Roman von Anna Jansson
Amazon.de* | Thalia.de* | Hugendubel.de*

Im 15. Film der Reihe „Kripo Gotland“ gerät Eva Röse als Kommissarin Maria Wern unter die Drogenschmuggler. Geheime Depots auf dem Meeresboden locken Taucher an und führen zu einer Serie von Morden. Bis zur Erschöpfung sucht Wern nach Zusammenhängen, doch dann kommt sie den Kriminellen plötzlich so nah, dass sie in Todesgefahr gerät. Dabei erzeugen eindrucksvolle Unterwasseraufnahmen eine beklemmende Thriller-Atmosphäre.

Ein sterbenskranker Fluggast löst eine Notlandung auf Gotland aus. Er war zuvor nur knapp dem Tauchertod entkommen und raunt mit letzter Kraft etwas von Mord. Kommissarin Maria Wern (Eva Röse) ermittelt. Der Fremde ist jedoch nicht der vermisste Bergungsspezialist Jonathan Rogers (Sten Schramm), für den er sich ausgibt, sondern der russische Matrose Mischka Andropov (Kola Krauze). Als Rogers tot in seinem Boot gefunden wird, gerät sein mit ihm zerstrittener Bruder Joakim (Oscar Skagerberg) in Verdacht. Bis tief in die Nacht grübelt die hartnäckige Kommissarin nach Motiven, was ihren Freund und Kollegen Sebastian (Erik Johansson) frustriert. Eine heiße Spur führt sie zu einem russischen Handelsschiff.

Andropov und seine Kollegen haben vor der Küste deponierte Drogendepots geplündert. Auch der hochverschuldete Jonathan mischte in dem trüben Geschäft mit. Als Annie Rogers (Frida Westerdahl) das Drogenlager ihres Mannes findet, wagt Joakim einen riskanten Deal mit den Russen. Maria Wern gerät als Augenzeugin selbst in Gefahr. Dennoch steckt die Kommissarin bei der Lösung des Falles nicht zurück.
© by DasErste/TV-Browser

05:45-06:05
JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin 2026 – Folge 3
(Kulturmagazin) | ORF 2
Das Salzburger Festspielmagazin „JedermannJedefrau“, berichtet an vier Freitagen während der Festspielzeit über Kunst, Kultur, Wissenswertes und Aktuelles. Es informiert über das Geschehen auf und hinter den zahlreichen Festspielbühnen der Mozart-Stadt und liefert spannende Ausblicke auf die kommenden Produktionen sowie Ereignisse. „JedermannJedefrau“ blickt auch heuer wieder hinter die Kulissen und vervollständigt mit persönlichen Geschichten den Rundumblick auf das weltbekannte Festival.
© by ORF/TV-Browser

6 bis 12 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

09:05-09:30
Kulturplatz Spezial: Locarno Film Festival: Großes Kino, gute Manieren?
(Magazin (Kultur – Kultur allgemein)) | 3sat
Wie benimmt man sich auf dem roten Teppich? Der „Kulturplatz“ sucht beim 79. Filmfestival in Locarno nach den richtigen Umgangsformen.

Zwischen Small Talk und großer Filmkunst zeigt die Sendung, was sich gehört – und wer die Regeln bricht. Darf man bei einem Festival über die Stränge schlagen oder ist Disziplin gefragt? Host Nina Mavis Brunner macht den Benimmtest mit den Stars.

Sie befragt Lucius Barre, den Zeremonienmeister des roten Teppichs. Im Fokus steht die Schweizer Regisseurin Petra Volpe, die in Locarno ihr neues Drama „Frank & Louis“ vorstellt. Nach einer Lektion in Small Talk wartet ein echtes Highlight: Der siebenfache Oscar-Gewinner und Maskenbildner Rick Baker wird in Locarno für sein Lebenswerk geehrt. Ein Abend voller Manieren und großer Kinomomente.
© by 3sat/TV-Browser

12 bis 18 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

13:15-14:00
Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger
(Dokumentation (Gesellschaft – Stadtkultur/Landleben)) | 3sat
In dieser Folge schauen die Grenzgänger Simon Schwarz und Sebastian Bezzel hinter die Kulissen der Bayerischen Staatsoper.

Die Sopranistin Seonwoo Lee und der Bariton Konstantin Krimmel nehmen die beiden mit in die Proben und die Aufführung von Mozarts „Zauberflöte“ und zeigen, dass es für einen Gesangsprofi nicht nur auf eine gute Stimme, sondern
auch auf Bühnenpräsenz ankommt.

Die Bassklarinettistin Martina Beck-Stegemann zeigt Simon Schwarz und Sebastian Bezzel den Orchestergraben und lässt sie staunen, wie schön ihr Instrument klingen kann. Zudem lernen die Grenzgänger die Inspizientin Niki Rath und ihren abwechslungsreichen und herausfordernden Beruf am Bühnenrand kennen.

Außerdem treffen sie auf Claudia Küster, die für die mehr als 1000 Angestellten des Hauses zuständig ist, auf den technischen Leiter des Balletts Tim Jablonski-Böhm, den Bühnenmeister Wolfgang Bachhuber, Ballettdirektor Laurent Hilaire und andere Mitwirkende hinter den Kulissen.

Jakob Feyferlik, Erster Solist des Ballettensembles, zeigt Simon Schwarz und Sebastian Bezzel, dass von allen Ensemblemitgliedern nicht nur künstlerische, sondern auch sportliche Höchstleistungen erwartet werden. Zudem treffen die beiden Grenzgänger die Ballettmeisterin Séverine Ferrolier, die ihnen eindrucksvoll zeigt, wie anstrengend und manchmal auch schmerzhaft das Tanzen in Spitzenschuhen sein kann.
© by 3sat/TV-Browser

14:15-16:05
Das Biest muss sterben
(Spielfilm) | arte
Bretagne, Ende der 60er Jahre: Der neunjährige Sohn des Schriftstellers Charles Thénier wird von einem rücksichtslosen Autofahrer totgefahren. Der verwitwete Thénier will Vergeltung und schwört sich, den Fahrer zu finden und ebenfalls zu töten. Besessen von diesem Gedanken notiert er seine Pläne minuziös in ein Tagebuch. Als Drehbuchautor getarnt nimmt er Kontakt zur Schauspielerin Hélène Lanson auf, die eine der Hauptzeuginnen ist. Er reist nach Paris. Es beginnt eine Liebesbeziehung, in deren Verlauf sich herausstellt, dass Hélènes Schwager, Paul Decourt, das Auto fuhr. Charles lernt die ganze Familie kennen und es wird immer deutlicher, dass er nicht der Einzige ist, der den Schwager gern tot sehen würde. Decourt ist als herzloser Mann und Vater bei seinem Umfeld nicht gerade beliebt. Mit wachsender Nähe zu den Familienmitgliedern beginnt für Thénier ein enormer emotionaler Konflikt, bis er sich durch einen unerwarteten Zwischenfall zu handeln gezwungen sieht …

Claude Chabrol nimmt sich in einem seiner berühmtesten Filme viel Zeit für die feinfühlige Inszenierung seiner vielschichtigen Charaktere und deren seelische Abgründe.
© by DasErste/TV-Browser

17:30-18:25
Sommerbühne
() | ORF 2
Schauspieler und Sänger Max Müller begibt sich auf eine Reise quer durch Kärnten und präsentiert kulturelle Highlights des Kärntner Kultursommers.

Seine Reise beginnt per Koralmbahn in St. Paul im Lavanttal, wo er den St. Pauler Kultursommer vorstellt. Weiter geht’s ins Bergdorf Pölling, wo „Kultur am Berg“ die Menschen in den Bann zieht. Max Müller radelt weiter in Richtung Bleiburg, vorbei am Museum Liaunig in Neuhaus. In der Kulturstadt Bleiburg, dem Heimatort von Kiki Kogelnik und Werner Berg, präsentiert Max Müller die Ausstellung von Mercedes Helnwein im Werner Berg Museum.

Das Klagenfurt Festival und die TOP ARTISTS MASTERCLASSES an der Gustav Mahler Privatuniversität mit Künstlern wie Kammersänger Michael Schade und Vertretern der Wiener Philharmoniker, werden in der Landeshauptstadt zum Thema gemacht. Die Reise führt weiter nach Ossiach, dem Gründungsort des Carinthischen Sommers.

Nach einem Abstecher zu „Villach klingt“ im Rahmen des Carinthischen Sommers und einem Besuch bei den Komödienspielen Porcia in Spittal an der Drau bildet das Abschlusskonzert in der Stiftskirche Millstatt mit Thomas Hampson sowie jungen Gesangstalenten im Rahmen der Musikwochen Millstatt schließlich den Höhe- und Endpunkt seiner Reise von Ost nach West.
© by ORF/TV-Browser

18 bis 24 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

18:30-19:00
Lieder für die Hoffnung – Entdeckungsreise zu Paul Gerhardt
(Dokumentation) | RBB Berlin
Seit über 350 Jahren berühren Kirchenliedtexte von Paul Gerhardt Menschen auf der ganzen Welt. Voller Poesie und Wortgewalt geben sie Zuversicht in schweren Zeiten. Dabei hatte der berühmte Theologe selbst ein Leben voller Schicksalsschläge. Was sagen uns seine Liedtexte heute? Können sie immer noch in Krisenzeiten helfen? Eine Entdeckungsreise zu Paul Gerhardt von Berlin nach Lübben.

Paul Gerhardt ist ein Phänomen. Seit über 350 Jahren berühren seine Kirchenliedtexte Menschen auf der ganzen Welt. Es gibt kein Gesangsbuch ohne Paul Gerhardt. Voller Poesie und Wortgewalt preisen seine Lieder die Schönheit der Natur, geben Trost und Zuversicht in schweren Zeiten. Dabei hatte Paul Gerhardt selbst ein Leben voller Schicksalsschläge während des 30-jährigen Krieges. Woher nahm der in Berlin und Brandenburg wirkende Theologe und Kirchenlieddichter seine positive Lebenshaltung? Was sagen uns seine Liedtexte heute? Können sie immer noch in Krisenzeiten helfen? Eine Entdeckungsreise zu Paul Gerhardt entlang des Paul-Gerhardt-Wanderweges von Berlin nach Lübben.

Film von Maren Schibilsky
© by ARD/TV-Browser

18:35-20:15
Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner
(Spielfilm) | One

nach dem Roman von Kerstin Gier
Thalia.de* | Hugendubel.de*

Kati hat ihren Traummann schon seit fünf Jahren zu Hause: attraktiv, treu und als Arzt beruflich erfolgreich. Leider verbringt „ihr“ Felix inzwischen so viel Zeit bei der Arbeit im Krankenhaus, dass sich Kati zu oft allein fühlt. Als sie den gutaussehenden, charmanten Künstler Mathias kennenlernt, schlägt es bei ihr ein wie damals bei Felix. Ohne ihrem Mann das Herz zu brechen, ist jedoch leider kein Neuanfang möglich.

Eigentlich ist Kati mit ihrem Traummann Felix sehr glücklich. Doch der attraktive, treue und beruflich erfolgreiche Arzt arbeitet so viel, dass sich Kati zu oft alleine fühlt. Prompt verliebt sie sich in den gutaussehenden, charmanten Künstler Mathias.

Kurz bevor ihre letzten Hemmungen fallen, mischt das Schicksal die Karten auf unglaubliche Weise neu: Nach einem Autounfall wacht Kati in der Vergangenheit auf – genau an jenem Tag vor fünf Jahren, an dem sie Felix durch einen Zufall kennenlernt. Kati will die unverhoffte zweite Chance nutzen und macht Mathias ausfindig, der sich auch dieses Mal in sie verliebt.

Zwar versucht sie die Begegnung mit Felix zu vermeiden, doch irgendwie klappt das nicht. Ständig läuft er ihr über den Weg und ist dabei genauso betörend wie beim ersten Mal. Nun muss sie sich bei Felix zusammenreißen! Als Kati dahinterkommt, dass seine Freundin Lilian ihn mit seinem besten Kumpel Gereon betrügt, mischt sie sich doch in das Leben von Felix ein.

Jessica Schwarz, Felix Klare und Christoph Letkowski spielen die Hauptrollen in der romantischen Komödie, die auch in den Nebenrollen unter anderem mit Juliane Köhler, Pheline Roggan, Elena Uhlig, Adnan Maral, Oliver Korittke und Judy Winter exzellent besetzt ist. Die Mainmetropole Frankfurt dient als Kulisse für die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Kerstin Gier.
© by DasErste/TV-Browser

18:50-20:15
Die Schöne und das Biest
() | Disney Channel
Belle trifft in einem Schloss ein mysteriöses Biest.
© by Disney Channel

Bühne Icon klein

Die Schöne und das Biest live auf der Bühne
Tickets bei eventim.de*

20:15-22:30
Ariadne auf Naxos
(Musiktheater (Musiktheater)) | 3sat

Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ ist ein dramatisches Experiment über Kunst unter Zwang – und das Theater als Kampfplatz konkurrierender Wahrheiten.

Aus der Laune eines Mächtigen heraus werden Tragödie und Komödie gemeinsam aufgeführt. Im Vorspiel kollidieren der Anspruch des Komponisten auf Erhabenheit und die Logik der Komödianten – Ausgangspunkt für die Frage, was Kunst sein darf und wem sie gehört.

Mit Kate Lindsey als Komponist, Johannes Silberschneider als Haushofmeister, Christina Nilsson als Ariadne und Ziyi Dai als Zerbinetta trägt ein starkes Ensemble den Abend. Eric Cutler setzt als Bacchus den Höhepunkt. Am Pult formt Manfred Honeck mit den Wiener Philharmonikern Strauss‘ vielschichtige Klangwelt zwischen Transparenz und orchestraler Farbenpracht.
© by 3sat/TV-Browser

21:55-23:35
Die vier Musketiere
(Film) | BR Süd

nach dem Roman von Alexandre Dumas

Richard Lesters zweiter Teil seiner Musketier-Trilogie nach der Romanvorlage von Alexandre Dumas: 15 Jahre sind inzwischen vergangen. Mylady de Winter intrigiert weiterhin im Interesse des berüchtigten Kardinals Richelieu und in ihrem eigenen am Hofe Ludwigs des XIII. Die nunmehr vier Musketiere haben alle Hände voll zu tun, die infamen Ränkespiele zu hintertreiben und nebenbei auch ihre eigenen Interessen nicht ganz aus den Augen zu verlieren.

Die Fortsetzung der Musketier-Abenteuer am Hofe Ludwigs des XIII.: Die – nunmehr – vier Musketiere tun alles, um ihrem überforderten König und seiner Gemahlin auch weiterhin ergeben zu Diensten zu sein. Dies wird immer schwieriger und verlangt ihnen zunehmend mehr körperlichen Einsatz und immer neue Listen ab, denn Mylady de Winter ist zu absoluter Hochform aufgelaufen: Ihre Intrigen, Ränkespiele, Mord- und Verführungsversuche lassen die vier Helden nicht zur Ruhe kommen, zumal mindestens zwei von ihnen alle Mühe haben, dem Charme Myladys nicht oder nicht wieder zu erliegen.

Richard Lester gelingt es auch in diesem Film erneut, Spannung, Abenteuer, Tempo und Überraschungseffekte des Genres zu nutzen und zugleich seinen witzig-ironischen Blick auf das Genre spürbar zu machen. Unterstützt wird er von einer Startruppe ersten Ranges: Faye Dunaway als intrigante Mylady de Winter, Raquel Welch als treu ergebene Constance de Bonacieux, Michael York als ewig junger D’Artagnan, Oliver Reed, Richard Chamberlain und Frank Finlay als Musketiere und Jean-Pierre Cassel als König von Frankreich, der nur froh über die Königin an seiner Seite sein kann, gespielt von Geraldine Chaplin. Nicht zuletzt ist Charlton Heston als berühmt-berüchtigter Kardinal Richelieu zu erleben.

„Die vier Musketiere“ (1974) ist nach „Die drei Musketiere“ (1973) der zweite Teil in Richard Lesters Musketier-Trilogie, die er 1989 mit „Die Rückkehr der Musketiere“ abschloss. Wie schon für Lesters ersten Musketier-Film gab es auch für den zweiten Teil beim Evening Standard British Film Award den Preis für die beste Komödie. Für das Kostümbild wurden Yvonne Blake und Ron Talsky 1976 bei den Oscars nominiert.
© by ARD/TV-Browser

22:05-23:35
Donna Leon – Wie durch ein dunkles Glas
(Spielfilm) | SWR BW

nach dem Roman von Donna Leon
Amazon.de*

Giovanni de Cal, streitbarer Besitzer einer Glasfabrik auf Murano, wird ermordet aufgefunden. Eine erste Spur führt Commissario Brunetti zum Arbeiter Tassini, der seinen Chef hasste. Doch auch de Cals Tochter Assunta hätte ein Motiv: Sie sollte enterbt werden. Oder hat der heimlich in Assunta verliebte Arbeiter Sergio für sie gemordet, obwohl sie dem grünen Bürgermeisterkandidaten Fasano den Vorzug zu geben scheint?

Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) und Sergente Vianello (Karl Fischer) bietet sich ein grausiger Anblick: Giovanni de Cal (Wolfgang Hinze), Besitzer einer Glasfabrik auf Murano, liegt mumifiziert vor einem seiner Öfen. Wie Pathologe Aurino (Ueli Jäggi) schnell herausfindet, wurde der alte Mann ermordet. Auch privat hat Brunetti mit Verbrechensbekämpfung alle Hände voll zu tun. Seine Frau Paola (Julia Jäger) hat die charmante Tante Sophia (Anaid Iplicjian) eingeladen. Die blickt auf eine lange Karriere als Trickbetrügerin zurück.

Eine erste Spur im Fall de Cal führt Brunetti und Vianello zum Nachtarbeiter Tassini (Andreas Schmidt), der seinen Chef hasste und ihn für die schwere Erkrankung seiner kleinen Tochter durch giftige Rückstände bei der Glasherstellung verantwortlich machte.

Doch auch de Cals Tochter Assunta (Katharina Wackernagel), die sehr unter ihrem despotischen Vater litt, hätte ein Motiv. Kurz vor seinem Tod drohte der Vater ihr mit Enterbung. Wie sehr jedoch Assunta an der Fabrik hängt, weiß auch der heimlich in sie verliebte Arbeiter Sergio (Tom Beck). Hat er den streitsüchtigen alten Mann aus dem Weg geräumt, um seiner Angebeteten zu helfen? Assunta scheint sich jedoch mehr für ihren Jugendfreund Gianluca Fasano (Heikko Deutschmann), den Besitzer der benachbarten Glasbläserei und grünen Bürgermeisterkandidaten Venedigs, zu interessieren.

Während Brunetti und Vianello Tassinis Anschuldigungen nachgehen, glaubt Vice-Questore Patta (Michael Degen) er stünde kurz vor einer Beförderung und verteilt „Motivationsgeschenke“ an seine Mitarbeiter. Als Brunetti noch einmal mit Tassini sprechen will, findet er ihn tot in einem Wasserbecken der Glasbläserei, daneben die völlig verstörte Assunta. Sie gibt zu, von Tassini erpresst worden zu sein, da er mit Wasser- und Bodenproben beweisen konnte, dass ihr hoch verschuldeter Vater illegal giftige Abwässer in die Lagune geleitet haben muss. Aber ermordet hat Assunta ihn nicht. Und auch Tassinis verzweifelte Ehefrau Sonia (Birge Schade), die sich nun allein um die kranke Tochter kümmern muss, kann dem Commissario keine Hinweise geben.

Da finden Brunetti und Vianello überraschend in Tassinis Dante-Ausgabe einen Zettel, auf dem geographische Koordinaten vermerkt sind. Als sie der Sache nachgehen, entdecken sie tatsächlich ein Rohr für die illegale Ableitung giftiger Abwässer in die Lagune. Und nicht nur das: Ein zweites Rohr führt zu Vianellos ungläubigem Entsetzen direkt zur Fabrik von Gianluca Fasano. Mit den Vorwürfen konfrontiert, streitet Fasano alles ab, auch die Überprüfung seines Alibis scheint seine Unschuld zu bestätigen. Doch als Assunta die Wahrheit herausfindet, gerät sie in tödliche Gefahr. Wird Brunetti sie rechtzeitig retten können?

Dunkle Geschäfte mit dem traditionsreichen Muranoglas und ein Umweltskandal bilden den Hintergrund dieser Donna-Leon-Verfilmung. Wie immer spielt Uwe Kockisch souverän die Rolle des sympathischen Commissario Brunetti, der die Pistole durch Verstand und Einfühlungsvermögen ersetzt. Unterstützt wird er von seinem bewährten Team: Karl Fischer als Sergente Vianello, Michael Degen als Vice-Questore Patta, Julia Jäger als Paola Brunetti und Annett Renneberg als bezaubernde Signorina Elettra. Auch die Episodenrollen sind prominent besetzt mit Katharina Wackernagel, Heikko Deutschmann, Anaid Iplicjian, Andreas Schmidt, Birge Schade und Tom Beck. Regisseur Sigi Rothemund gelang einmal mehr die richtige Mischung aus Humor und Spannung.
© by ARD/TV-Browser

22:30-00:00
Concert de Paris 2026
(Konzert (Konzert – Klassik)) | 3sat
Ein spektakuläres Feuerwerk mit Drohnenballett um den Pariser Eiffelturm und unzählige Weltstars: Das „Concert de Paris“, größtes Klassik-Event Europas, bietet alljährlich Superlative.

Marina Viotti und Jakub Józef Orliński singen die schönsten Opernarien – vor allem aus Frankreich und Italien. Pianostar Hayato Sumino improvisiert über ein altbekanntes Kinderlied, und Perkussionistin Adélaïde Ferrière sprüht vor Energie.

Frankreich feiert sich am Vorabend des Nationalfeiertags selbst mit Evergreens aus dem europäischen Opernrepertoire – vom „Barbier von Sevilla“ und „La Traviata“ bis zu „Carmen“ und „Hoffmanns Erzählungen“.

Echte Stammgäste beim „Concert de Paris“, das wie immer vom Orchestre National de France und dem Chor von Radio France gestaltet wird, sind Cellist Gautier Capuçon und Geiger Daniel Lozakovich.

Als Schwan aus dem „Karneval der Tiere“ schwebt Cellist Gautier Capuçon übers Wasser, und Daniel Lozakovich verblüfft mit dem virtuosen Finale aus Tschaikowskys Violinkonzert. Aktuelle Musik präsentiert Adélaïde Ferrière, französischer Shooting-Star an der Percussion: Sie spielt einen Teil von Fazıl Says Schlagzeugkonzert.

Mezzosopranistin Farrah El-Dibany und weitere Solistinnen und Solisten interpretieren Musik von Purcell, Berlioz und Mascagni, bevor der Abend auf den absoluten Höhepunkt zusteuert: das grandiose Feuerwerk um den Eiffelturm.
Der weltweit gefragte britische Dirigent – und Air-France-Pilot – Daniel Harding leitet das „Concert de Paris“. Moderatorin Siham El-Maimouni führt durch den fulminanten Abend und trifft die Stars zum Backstage-Interview.
© by 3sat/TV-Browser

22:34-23:30
150 Jahre Bayreuther Festspiele
(Schwerpunkt) | arte
Fast 80 Jahre vor J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“, erschuf Richard Wagner für die Opernbühne eine Tetralogie um einen Ring, geschmiedet aus dem Gold der Nibelungen, der totale Macht bringt und gleichzeitig Verderben über die Besitzer. Sowohl Wagner als auch Tolkien hatten sich von der nordischen Sagenwelt inspirieren lassen. Zusätzlich zum Ring-Motiv hat Richard Wagner in sein 15 Stunden dauerndes musikalisches Monumentalwerk auch Elemente der griechischen Mythologie eingearbeitet.

Musikalisch markierte Richard Wagner mit der Tetralogie einen radikalen Bruch mit der traditionellen Oper des 19. Jahrhunderts und legte den Grundstein für die moderne Musik, von der Klassik bis zur Filmmusik und sogar bis in die Popmusik. Doch damit nicht genug, Wagner ließ auch ein Opernhaus bauen, das sein Werk fassen konnte. 150 Jahre ist es her, dass das Festspielhaus von Bayreuth am 13. August 1876 mit dem „Rheingold“ festlich eröffnet wurde. Die drei anderen Opern – „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ wurden in den darauffolgenden Tagen uraufgeführt.

Wie Wagner dazu kam so ein großes und durchaus umstrittenes Werk und gleich die Bühne dazu zu entwerfen, das wird erzählt in „Die Macht des Rings“. Und um das 150. Jubiläum gebührend zu feiern, zeigt ARTE die drei ersten Opern der „Tetralogie“ – „Das Rheingold“ von den Salzburger Osterfestspielen, mit Christian Gerhaher als Wotan, „Die Walküre“ und „Siegfried“ in der Berliner Fassung von 2022 (Dmitri Tcherniakov und Christian Thielemann) und den „Ring ohne Worte“, Lorin Maazels Fassung von 1987.
© by DasErste/TV-Browser

22:35-23:35
Die Macht des Rings
(Dokumentation) | arte
Seit der Uraufführung 1876 in Bayreuth zieht Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ das Publikum in seinen Bann – als Musikmonument, mythisches Welttheater und Werk permanenter Neudeutung. Zugleich bleibt der „Ring“ hoch umstritten: Kaum ein anderes Musikdrama ist so stark mit ästhetischen, politischen und kulturellen Zuschreibungen aufgeladen.

Die Dokumentation „Die Macht des Rings“ erzählt von Wagners Vision eines radikalen Gesamtkunstwerks, das Musik, Dichtung, Bühne und Mythos zu einer neuen Kunstform verschmelzen sollte. Die Dokumentation verfolgt die Wirkungsgeschichte dieses Projekts von seiner Entstehung im 19. Jahrhundert über die ideologische Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten bis zu seiner popkulturellen Aneignung in Hollywood und der enthusiastischen Rezeption im Heavy Metal.

Zugleich zeigt die Dokumentation die Spannbreite der Inszenierungsgeschichte: vom legendären „Jahrhundert-Ring“ von Regisseur Patrice Chéreau und Dirigent Pierre Boulez, der 1976 in Bayreuth einen Paradigmenwechsel auslöste, bis zu experimentellen Formen der Gegenwart. Immer wieder erweist sich der „Ring“ auch als Spiegel seiner Zeit – offen für historische Brüche, ästhetische Innovationen und neue Deutungen.

So spannt die Dokumentation den Bogen bis zur KI-gestützten Bayreuther Inszenierung 2026 und veranschaulicht: Jede Generation entdeckt ihren eigenen „Ring“, deutet ihn um und reflektiert ihn aus zeitgenössischer Perspektive.
© by DasErste/TV-Browser

23:10-00:40
Todesengel
(Spielfilm) | HR

nach dem Roman Walküre von Craig Russel Amazon.de* | Hugendubel.de*

Der berüchtigte „Engel von St. Pauli“ ist zurück! Für Hauptkommissar Jan Fabel besteht kein Zweifel, wer hinter dem grausamen Mord an einem 48-jährigen Journalisten steckt. Die Tat gleicht einer ungeklärten Verbrechensserie, die sich vor zehn Jahren ereignete und Fabel keine Ruhe lässt: Jemand schnitt neun Männern, allesamt Sexualstraftäter, Zuhälter und prügelnde Ehemänner, die Kehle durch und kastrierte sie bei lebendigem Leibe – so, als ob diese für ihre Gewalt gegen Frauen büßen sollten.

Das aktuelle Opfer, gegen das eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung vorliegt, passt ins Schema. Um das Rachemotiv zu verstehen, bittet Fabel nicht die Polizeipsychologin Susanne, sondern seine Ex-Freundin um Hilfe, die ein Buch über den „Engel“ geschrieben hat. Schon bald merkt der Kommissar jedoch, dass der Fall komplexer ist als angenommen: Eine Mörderin, die bereits vor dem „Engel“ auf die gleiche Weise tötete, ist aus der geschlossenen Psychiatrie ausgebrochen. Damals wie heute scheidet sie jedoch als Täterin aus.

Als ein zweites Opfer im Rotlichtmilieu gefunden wird, schlägt Fabels Intuition Alarm: Der Ermordete hatte wie der Journalist einen Bezug zu einem Recyclingunternehmen, das Simon Blohm mit der Unterstützung seines Schwiegervaters führt. Benutzt jemand die Handschrift des „Engels“, um von etwas anderem abzulenken? Fabel bleibt wenig Zeit, um herauszufinden, was hier wirklich gespielt wird.

In „Todesengel“, Jakob Ziemnickis Verfilmung des Romans „Walküre“ von Craig Russel, tut Peter Lohmeyer alias Jan Fabel alles dafür, um seine bislang bitterste Schlappe als Ermittler ausmerzen: Der Hamburger Hauptkommissar jagt erneut eine von der Presse als „Engel von St. Pauli“ bezeichnete Serienmörderin, die vor zehn Jahren Sexualstraftäter „bestrafte“, unerkannt blieb und nun offenbar wieder aktiv wird. Gemeinsam mit seinen von Ina Paule Klink und Proschat Madani gespielten Kripokolleginnen stößt der Chefermittler jedoch auf rätselhafte Abweichungen vom früheren Opferschema.

Raffiniert baut Regisseur Jakob Ziemnicki in seiner düster-spannenden Romanadaption eine zweite Geschichte ein, die in einem geheimen Stasiausbildungslager zu DDR-Zeiten beginnt.
© by ARD/TV-Browser

23:15-00:40
Maria Wern, Kripo Gotland – Und die Götter schweigen
(Spielfilm) | WDR

nach dem Roman von Anna Jansson
Amazon.de* | Thalia.de* | Hugendubel.de*

Eine mysteriöse Bluttat beunruhigt die Bewohner der beschaulichen schwedischen Insel Gotland. Alles deutet auf ein nordisches Opferritual hin, Ähnlichkeiten zu einem früheren Fall sind unverkennbar. Das Problem ist nur: Die damalige Täterin hat sich vor vielen Jahren das Leben genommen. Oder doch nicht? Weitere Leichen verstricken Kriminalinspektorin Maria Wern immer tiefer in den Fall, der bedrohlich an ihre Familie heranrückt.

Nach dem Tod ihres Mannes lässt Kriminalinspektorin Maria Wern (Eva Röse) sich auf die Insel Gotland versetzen, wo die Polizei sich normalerweise nur mit Ladendiebstahl und Trunkenheit am Steuer befasst.

Zeit zum Kraft tanken bleibt ihr nicht, denn in der Nacht zur Sonnenwendfeier schockiert ein bestialischer Mord die Bewohner von Visby. Ein 57-jähriger Elektriker, nach seinem privaten Telefonbuch ein umtriebiger Frauenheld, wurde mit einem Speer durchbohrt und an einem Baum aufgehängt. Um ihn herum baumeln neun geschlachtete Tiere. Der Täter kopierte offenbar einen neun Jahre zurückliegenden Ritualmord.

Damals tötete eine ehemalige Psychiatriepatientin aus Stockholm einen Gynäkologen, übergoss sich danach mit Benzin und zündete sich an. Ihre verkohlte Leiche konnte man seinerzeit anhand der Zähne identifizieren – offiziell gilt der Fall als abgeschlossen. War dieser Suizid vielleicht nur vorgetäuscht?

Auf die Unterstützung ihres neuen Kollegen Patrik (Reuben Sallmander), mit dem sie auf der Polizeischule eine unglückliche Affäre hatte, würde Maria am liebsten verzichten. Ungemach droht ihr auch von der schrägen Nachbarin Turid (Gunilla Nyroos), einer verwirrten älteren Frau, die ums Haus schleicht, im Müll wühlt und sich gern einmischt. Als Marias kleine Tochter Linda (Matilda Wännström) entführt wird, kommt der Kriminalinspektorin ein furchtbarer Verdacht.

„Maria Wern, Kripo Gotland – Und die Götter schweigen“ bildet den Auftakt der Reihe um die schwedische Ermittlerin Maria Wern. Die Stoffe basieren auf einer Romanserie der Bestsellerautorin Anna Jansson, die 1958 auf Gotland geboren wurde und dort aufwuchs. Mit dem Schreiben begann die gelernte Krankenschwester, die kein Blut sehen kann, erst mit 40. Neben einigen Kinderbüchern veröffentlichte sie bislang sieben Romane über die toughe Kriminalinspektorin.

Starke Frauen sind zwar keine Seltenheit mehr im Krimigenre, doch die Figur der verwitweten Ermittlerin ist etwas Besonderes: Maria Wern ist weder Heldin noch Karatekämpferin – ihr kriminalistisches Gespür verdankt sie der Verwurzelung im Alltag als alleinerziehende Mutter. Optimal besetzt ist diese Rolle mit der sympathischen Eva Röse. Die 1973 in Stockholm geborene Darstellerin, die ihre Karriere zunächst als Moderatorin beim schwedischen Kinderfernsehen begann, zählt längst zu den festen Größen im schwedischen Film. Dem deutschen Kinopublikum ist sie unter anderem aus der Gaunerkomödie „Kops“, dem Horrorfilm „Die Tote am See“ und dem Fantasy-Thriller „Storm“ bekannt. Das spätsommerliche Licht der Insel Gotland taucht diese Krimis in eine ganz eigene Atmosphäre.
© by ARD/TV-Browser

23:35-02:00
Richard Wagner: Das Rheingold
(Oper) | arte
Die Handlung um Götter, Riesen und das verzauberte Rheingold wird in diesem radikalen Narrativ des „Rheingold“ um die Suche nach neuen Idealen erweitert. Die zentralen Themen von Richard Wagners Musikdrama um Macht, Verlust, Begehren und Hoffnung verknüpft Serebrennikov in seiner Erzählform mit der Frage nach Identität und einem Neuanfang in einer brüchigen ökologischen und kulturellen Welt – und öffnet sie so einem heutigen Publikum.

Kirill Serebrennikow verfolgt einen Deutungsansatz, der archaische Elemente des Wagnermythos‘ mit Bildwelten und kulturellen Artefakten aus unterschiedlichen Traditionen verwebt. Zur Konzeption gehören neben zusätzlichen, doubelnden Darstellern imposante Ausstattungsimporte aus Afrika. Feuergott Loge trägt einen knallbunten Rock, zaubert beim Erzählen schwarzafrikanische Holzplastiken aus einem Zelt hervor. Die Bewegungen tanzender Performer sind an kongolesische Tänze und Breakdance adaptiert.

Endzeitstimmung vermitteln mobile Projektionen mit Szenen eines in Island gedrehten Films, in dem Alberich einsam über eine öde Landschaft aus Lava, Geröll und Eis jagt. Kein Rhein, keine Rheintöchter – Serebrennikovs Regie-Version bewegt sich in Maximalkontrasten: Nord – Süd, Feuer – Eis, Kälte – Hitze. Es entsteht ein transkulturelles Gesamtkunstwerk, das einen Bogen spannt über Kontinente und Zeiten, um Wagners Musik eine mehrschichtige Dimension zu geben.

Der renommierte Liedsänger Christian Gerhaher verkörpert in Salzburg den Rheingold-Wotan. Leigh Melrose singt die Rolle des Alberich und Brenton Ryan brilliert als wendiger Loge.
© by DasErste/TV-Browser

23:35-01:25
Die schwarze Tulpe
(Spielfilm) | BR Süd

nach dem Roman von Alexandre Dumas
Amazon.de*

Der junge Edelmann Julien de Saint Preux sieht seinem Bruder Guillaume täuschend ähnlich. Als dieser in Gefahr gerät, als Bandit gehängt zu werden, schlüpft Julien in seine Rolle und kämpft am Vorabend der Französischen Revolution entschlossen für die Rechte des Volkes.

Frankreich, im Jahre 1789. In der kleinen Stadt Roussilon herrscht der Marquis de Vigogne (Akim Tamiroff) in einer Weise, die ihn wie viele seiner Standesgenossen beim Volk verhasst gemacht hat. Seine Frau Catherine (Dawn Addams) ist die Geliebte des Grafen Guillaume de Saint Preux (Alain Delon). Guillaume führt ein Doppelleben, als maskierter Wegelagerer überfällt er seine Standesgenossen und plündert sie aus. Im Volk gilt der gefürchtete Bandit, genannt „Die schwarze Tulpe“, als Streiter für die Gerechtigkeit, in Wirklichkeit nutzt Guillaume die Erbitterung gegen den Adel vor allem, um sich selber zu bereichern.

Als er bei einem Überfall durch einen Degenhieb an der rechten Wange verwundet wird, glaubt La Mouche (Adolfo Marsillach), der Polizeidirektor des Marquis, Guillaume als „Die schwarze Tulpe“ entlarven zu können. Dieser bittet jedoch seinen Bruder Julien (Alain Delon), sich für ihn auszugeben und damit den Verdacht gegen ihn zu zerstreuen. Julien fällt es nicht schwer, den Marquis und dessen Polizeidirektor zu täuschen, da er seinem Bruder zum Verwechseln ähnlich sieht. Selbst Catherine de Vigogne hält ihn für ihren Geliebten und ist enttäuscht, dass der vermeintliche Guillaume auf einmal so spröde tut.

Julien dagegen gefällt die reizende Caroline (Virna Lisi) viel besser, die mit ihrem Vater Plantin (Francis Blanche) selbstlos für die Freiheit des Volkes kämpft. Auch er ist entschlossen, der Sache der Unterdrückten zu dienen, und so stürzt er sich zusammen mit Caroline und einer Handvoll Gleichgesinnter in aufregende Abenteuer.

„Die schwarze Tulpe“ zählt neben „Fanfan, der Husar“ (1952), einem weiteren Meisterwerk des Mantel-und-Degen-Films, zu den gelungensten Arbeiten des Genres. Regisseur Christian-Jaque, der mit dem César für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, realisierte den Film auf der Basis des Romans „Die schwarze Tulpe“ von Alexandre Dumas aus dem Jahre 1850, weicht dabei jedoch deutlich von der Romanvorlage ab.

Im Film beeindruckt vor allem die exzellente Choreographie der Kampfszenen, die mit einer aufwendigen Produktion verbunden war. Und auch Alain Delon, der in dem Film in einer Doppelrolle zu sehen ist, verleiht dem Film seine besondere Note. Der Schauspieler zählte insbesondere in den 60er und 70er Jahren zu den bekanntesten französischen Leinwandstars und war damals häufig in düsteren Rollen als Killer und Unterweltler zu sehen.

In „Die schwarze Tulpe“ glänzt er in einer Doppelrolle: Das von ihm dargestellte Brüderpaar könnte ungleicher nicht sein, was mitunter schwer vorstellbar macht, dass es sich bei beiden Protagonisten tatsächlich um ein und denselben Darsteller handelt. „Die schwarze Tulpe“, in dem es Christian-Jaque gelingt, Witz und Ironie mit zahlreichen Spannungselementen zu verknüpfen, gehört zu den größten französischen Historienfilmen.
© by ARD/TV-Browser

23:45-01:15
Kommissar Van der Valk – Duell in Amsterdam
(Spielfilm) | MDR Sachsen-Anhalt
Als in Amsterdam zwei Männer tot aufgefunden werden, die scheinbar in keiner Verbindung standen, folgt Kommissar Van der Valk seiner Intuition. Die Spur führt zu einem verschwundenen Studenten, der zum Wahlkampfteam des Sozialdemokraten Oosterhuis gehörte. Während er das Umfeld des Entführten durchleuchtet, stößt er auf dessen Bekannte Eva. Die ebenso sinnliche wie geheimnisvolle Zeugin lässt Van der Valk schon bald seine Dienstvorschriften vergessen.

Der Amsterdamer Kommissar Piet Van der Valk (Marc Warren) vertraut seinem Instinkt mehr als kriminologischen Wahrscheinlichkeiten. Als die Polizei die Leichen zweier Männer findet, die scheinbar in keiner Verbindung standen, nimmt er das zum Ausgangspunkt seiner Ermittlungen. Tatsächlich zeigt sich schon bald, dass ein untreuer Ehemann (Hugo Haenen) und der Musikstudent Milan Bakker (Alex Hendrickx) nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren und es eigentlich um jemand anderen geht: Milans Partner Kalari Ramecker (Arian Nik), der offenbar entführt wurde. Der politisch aktive Student gehörte zum Wahlkampfteam des Sozialdemokraten Paul Oosterhuis (Daniel Lapaine), der gegen den rechten Populisten Ed De Klerk (Reinout Bussemaker) antritt. Hat der rätselhafte Fall einen politischen Hintergrund?

Als Van der Valk und seine Kollegin Lucienne (Maimie McCoy) das Umfeld des Entführten ins Visier nehmen, stoßen sie auf dessen Bekannte Eva (Stephanie Leonidas). Die ebenso sinnliche wie geheimnisvolle Zeugin lässt Van der Valk schon bald seine Dienstvorschriften vergessen. Auch Anordnungen seiner Chefin Julia Dahlman (Emma Fielding) ignoriert er bei der Jagd nach den Verbrechern und ihren Hintermännern.

Titelheld in der Rolle des charismatischen Kommissars Piet Van der Valk ist der britische TV-Star Marc Warren, der mit seiner kantigen Coolness zuweilen an sein Idol Steve McQueen erinnert. Intelligent, unnahbar und mit klarer Kante – so geht er in „Duell in Amsterdam“ seinen ersten Fall an, bei dem es um einen Doppelmord und eine Entführung geht. Die Filme greifen die Titelfigur der gleichnamigen Kultserie aus den 1970er- und 1990er-Jahren auf, spielen aber im heutigen Amsterdam und zeichnen sich durch moderne Plots und Charaktere aus. Grundlage sind Motive aus den Krimis des 2003 verstorbenen Bestsellerautors Nicolas Freeling.
© by ARD/TV-Browser

0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr  

Alle Angaben ohne Gewähr.

Von Astrid Demand-Schnitzer

* Studium der Musikwissenschaften (Historische und Systematische Musikwissenschaften an der Uni Hamburg) * mit neun Jahren angefangen Geige zu spielen, heute singe ich gern im Chor * mit vier Jahren Ballett angefangen – bis heute dabeigeblieben * beruflich: Online-Marketing – lange angestellt in der Entertainment-Branche, seit 2017 selbständig

Cookie Consent mit Real Cookie Banner