Fernsehprogramm Kultur Freitag - www.kultur4all.de

0 bis 6 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

01:15-01:45
artour
(Kulturmagazin) | MDR Sachsen-Anhalt
„artour“ ist der kürzeste Weg zur Kultur. Bewegend, erhellend, kritisch und aktuell berichtet das Magazin über das Neuste aus Kunst und Kultur.

„artour“ ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. „artour“ wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.
© by ARD/TV-Browser

02:05-03:35
Mankells Wallander – Die Schuld
(Spielfilm) | Das Erste (ARD)

nach den Romanen von Henning Mankell
Amazon.de* | Thalia.de*

In Ystad ist die Suche nach einem spurlos verschwundenen Jungen erfolglos geblieben. Da ein Verbrechen nicht auszuschließen ist, fällt der Verdacht der Polizei sogleich auf einen kürzlich aus der Haft entlassen Pädophilen. Als besorgte Eltern von diesen Ermittlungen erfahren, gibt es für den vermeintlich Schuldigen keine ruhige Minute mehr. Erst der Fund der Kinderleiche und die Ergebnisse der Gerichtsmedizin lenken die polizeilichen Nachforschungen in eine ganz andere Richtung. Das familiäre Umfeld des toten Jungen gerät immer mehr ins Zwielicht.

Das mysteriöse Verschwinden des sechsjährigen Albin Landberg (Birk Henriksson) aus einem Vorschul-Kindergarten versetzt ganz Ystad in Aufruhr. Wallanders (Krister Henriksson) Kollege Martinsson (Douglas Johansson) verdächtigt einen aktenkundigen Pädophilen: Greger Frankman (Jan Mybrand) wurde erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen. Der unter psychologischer Aufsicht stehende Kinderschänder wohnt zudem ganz in der Nähe.

Durch eine Indiskretion erfahren besorgte Eltern von den Ermittlungen gegen ihn. Eine gnadenlose Hetzjagd auf den vermeintlich Schuldigen beginnt, die Frankmans Mutter Signe (Wallis Grahn) das Leben kostet. Wallander hält den Pädophilen jedoch in diesem Fall für unschuldig. Seine Ermittlungen konzentrieren sich auf die Kindergärtnerin Rebecka Odelman (Josefin Iziamo), die überstürzt verreiste. Wollte sie sich der polizeilichen Befragung entziehen?

Der Fund der Kinderleiche gibt dem Fall eine überraschende und schockierende Wendung: Die Gerichtsmedizinerin Karin Linder (Stina Ekblad) entdeckt im Blut des Jungen ein hoch dosiertes Beruhigungsmittel. Albins Mutter Helena Landberg (Tanja Lorentzon) nimmt das gleiche Mittel und ihr Mann Anders (Erik Olsson) ist Vertreter eines Pharmakonzerns. Haben die Eltern ihren Adoptivsohn etwa vergiftet?

Als Kommissar Wallander schließlich der traurigen Wahrheit auf die Spur kommt, ist nicht nur der erfahrene Kommissar selbst zutiefst erschüttert.

Nach einem Drehbuch von Pernilla Oljelund gelang Leif Magnusson ein mitreißender Krimi für den der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell die Vorlage lieferte. Kommissar Wallander, überzeugend verkörpert von dem schwedischen Schauspieler Krister Henriksson, wird einmal mehr mit menschlichen Abgründen konfrontiert. Der charismatische Ermittler verliebt sich aber auch in seine neue Kollegin Katarina Ahlsell.
© by DasErste/TV-Browser

6 bis 12 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

12 bis 18 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

13:40-14:30
Unsere kleine Farm
(Familie, Serie) | Sat.1 Gold
© by Sat.1 Gold

nach dem Roman von Laura Ingalls Wilder
Amazon.de* | Hugendubel.de*

14:30-15:15
Unsere kleine Farm
(Familie, Serie) | Sat.1 Gold
© by Sat.1 Gold

nach dem Roman von Laura Ingalls Wilder
Amazon.de* | Hugendubel.de*

18 bis 24 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

18:30-18:51
JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin 2026 – Folge 3
(Kulturmagazin) | ORF 2
Das Salzburger Festspielmagazin „JedermannJedefrau“, berichtet an vier Freitagen während der Festspielzeit über Kunst, Kultur, Wissenswertes und Aktuelles. Es informiert über das Geschehen auf und hinter den zahlreichen Festspielbühnen der Mozart-Stadt und liefert spannende Ausblicke auf die kommenden Produktionen sowie Ereignisse. „JedermannJedefrau“ blickt auch heuer wieder hinter die Kulissen und vervollständigt mit persönlichen Geschichten den Rundumblick auf das weltbekannte Festival.
© by ORF/TV-Browser

19:30-19:55
Euromaxx
() | ARD-alpha
In starken Bildern und spannenden Geschichten berichtet „Euromaxx“ über Europa: Architektur und Abenteuer, Kunst, Kultur und Kulinarik, Länder und Lifestyle, Mode und Musik, Promis und Passionen. Diese Vielfalt präsentiert das TV-Magazin einmal wöchentlich : 26 Minuten mit interessanten Reportagen, Berichten und Porträts. Denn „Euromaxx“ entdeckt überall in Europa ungewöhnliche Themen und überrascht die Zuschauer immer wieder mit starken Geschichten. „Euromaxx“ ist Fernsehen für Genießer!

Mit „Euromaxx“ produziert die DW als erster Fernsehsender überhaupt ein vollwertiges Fernsehmagazin, das über Lebensart und Kultur in Europa berichtet. Damit präsentiert das deutsche Auslandsfernsehen den Zuschauern in aller Welt das moderne Deutschland als Teil des sich vereinenden Europas und unterstreicht einmal mehr seine Mittlerfunktion im internationalen Dialog.
© by ARD/TV-Browser

20:15-21:45
Mord im Mittsommer – Staffel 9 (1/3)
(Serie) | arte

nach den Romanen von Viveca Sten
Amazon.de* | Thalia.de* | Hugendubel.de*

Beim Joggen am Strand findet Staatsanwältin Nora eine regungslose junge Frau. Als sie nach Hilfe rufen will, packt die Unbekannte sie am Handgelenk: Nora muss ihr versprechen, nicht die Polizei zu kontaktieren. Nadia heißt die Gestrandete, die verletzt ist, aber lebt. Auf ihrer Flucht aus Tunis ist sie Opfer von Menschenhändlern geworden. Mit Glück gelang es ihr, nahe dem Festland von Bord eines Frachtschiffs zu springen. Sie hat aber bei ihrer Flucht einen der Schlepper getötet, wie sie Nora in stockendem Schwedisch erklärt. Die Staatsanwältin versteckt Nadia bei sich und will die Menschenhändler finden. Sie setzt ihren Assistenten Pär darauf an, nach Schiffen unter Billigflagge zu suchen, die Sandön passiert haben.

Die Kommissare Alexander und Valpen gehen derweil einem schockierenden Fund nach: Beim Angeln sind ein Vater und sein Sohn auf ein verlassenes Boot gestoßen. Es ist blutverschmiert, aber von einer Leiche fehlt jede Spur. Dafür hat der Junge, Anton, eine Manschette mit korsischem Emblem geborgen. Fußabdrücke und Blutproben deuten darauf hin, dass drei Menschen an Bord waren. Weder das Boot noch die Personen sind jedoch in einer Datei registriert. Kann es sich um Mitglieder einer korsischen Terrorzelle handeln, die von Paris aus agiert? Das vermutet der französische Polizist Michel Dupois, der sich in die Ermittlungen einschaltet. Laut ihm plant die Terrorzelle Anschläge in der Region.

Nora erfährt unterdessen, dass keines der Schiffe, die Sandön passiert haben, dem aus Nadias Erzählungen gleicht. Steckt hinter Nadias Verletzungen doch etwas anderes? Zudem stellt Nora fest, dass Alexander ihrer neuen Chefin Karro anscheinend nähersteht, als ihr lieb ist.
© by DasErste/TV-Browser

20:15-21:55
Dornröschen
() | Disney Channel
Erwecken Sie Ihre Sinne für den größten Märchenklassiker von Walt Disney: Dornröschen.
© by Disney Channel

+ Kultur4all-Tipp +
Dornröschen live auf der Bühne
Tickets eventim.de* | ADticket.de* | Reservix.de* | Ticketmaster*

21:45-23:15
Mord im Mittsommer – Staffel 9 (2/3)
(Serie) | arte

nach den Romanen von Viveca Sten
Amazon.de* | Thalia.de* | Hugendubel.de*

In ihrem Urlaub erreicht Staatsanwältin Nora eine erschreckende Nachricht: Es wurden die Skelette zweier Jungen gefunden, die sie kannte. Beide starben vor 30 Jahren auf einer Konfirmandenfahrt, die Nora als Schülerin betreut hat. Offiziell hieß es, sie seien bei einem Bootsunfall umgekommen. Nach den neuen Erkenntnissen verhungerten die Jugendlichen jedoch in einem Erdschacht – mit schweren Kopfverletzungen. Die Leiche der Pfarrerstochter Esther wird weiterhin vermisst. Sie verschwand in derselben Nacht wie die beiden Jungen. Nora muss nun erneut vor der Polizei aussagen und trifft auf diese Weise wieder auf Kommissar Alexander, den sie meidet, seitdem sie von seiner Affäre mit ihrer Chefin Karro weiß. Aus dieser Liebschaft entwickelt sich zunehmend eine ernsthafte Beziehung: Karro sieht sich bereits nach einer gemeinsamen Wohnung für beide um.

Als frühere Campteilnehmer müssen sich auch Noras Ex-Mann Henrik und seine neue Frau Gisela den Fragen der Polizei stellen. Dabei wird offenbar, dass Nora und Henrik damals Falschaussagen getätigt haben. Sie waren in der Nacht des Verschwindens keineswegs, wie angegeben, in ihren Betten. Gisela hat sie draußen gesehen. Außerdem mutmaßt Henrik, dass die verschwundene Esther schwanger war. Als Alexander und sein Kollege Valpen dem Fall nachgehen, stoßen sie auf immer mehr Geheimnisse. Auch zwischen Pfarrer Arne und seiner damaligen Frau Iris, die das Camp gemeinsam leiteten, scheint es große Unstimmigkeiten gegeben zu haben. Wer hat die Jugendlichen ermordet? Es muss jemand aus dem Camp gewesen sein, das traditionell auf einer entlegenen Insel stattfindet.
© by DasErste/TV-Browser

22:25-00:50
Papillon
(Spielfilm (Spielfilm)) | 3sat

nach dem Roman von Henri Charrière
Amazon.de*

Marseille 1930: Etwa 100 Gefangene werden in die Strafkolonie Guayana deportiert. Unter ihnen Henri Charrière – auf seiner Brust ein Schmetterling-Tattoo, das Zeichen für Freiheit.

Die Delinquenten sollen nach Verbüßung ihrer Haftstrafe als Kolonisten verbleiben. Henri hat angeblich einen Zuhälter erstochen. Schon während der Überfahrt denkt er an nichts anderes als an seine Flucht. Hierfür freundet er sich mit dem Betrüger Louis Dega an.

Mit dessen Geld will er die Gefängniswärter der Strafkolonie bestechen. Der Plan scheint zu funktionieren, doch Henri wird verraten und schmachtet nach seinem gescheiterten Ausbruch lange Zeit in Einzelhaft. Durch die Vermittlung eines Röntgenarztes startet Henri, diesmal gemeinsam mit Louis, einen zweiten Fluchtversuch, der unter einem günstigen Stern zu stehen scheint. Auf einer entlegenen Leprastation schenken Aussätzige den Flüchtlingen Geld für ein Segelboot, mit dem sie bis nach Honduras gelangen. Während Louis dort verhaftet und nach Guyana ausgeliefert wird, kann Henri sich zunächst in einem Kloster verstecken. Durch den Verrat der Äbtissin landet auch er wieder im Straflager. Die Jahre ziehen ins Land, seine Haare sind inzwischen ergraut, doch Henri wird sein Leben niemals in Gefangenschaft beenden.

Oscarpreisträger Franklin J. Schaffner („Patton – Rebell in Uniform“) inszenierte diesen großen Publikumserfolg der 1970er-Jahre nach dem autobiografischen Roman von Henri Charrière. Der bildgewaltige Gefangenenfilm geißelt die unmenschlichen Haftbedingungen in der französischen Strafkolonie Guyana. Von Mitte des 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten dort mehrere Zehntausend abgeschobene Kriminelle unter Bedingungen, die mit sibirischen Arbeitslagern vergleichbar sind. Steve McQueen als unbeugsamer Ausbrecher und Dustin Hoffman in der Rolle des Gebrochenen, der sich mit der Unfreiheit arrangiert, überzeugen durch glänzende Darstellerleistungen.
© by 3sat/TV-Browser

22:30-00:05
20 Jahre Grafenegg Festival – Das Festkonzert
(Konzert) | ORF 2
Zur Eröffnung des Jubiläumsfestivals „20 Jahre Grafenegg“ erklingen zwei bedeutende Werke der Musikgeschichte: Ludwig van Beethovens „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80“ und Carl Orffs „Carmina Burana“. Beethovens selten aufgeführte Chorfantasie, die bereits den Keim seiner 9. Symphonie in sich trägt, steht für musikalische Grenzüberschreitung – ein Prinzip, das Grafenegg seit zwei Jahrzehnten verfolgt. Orffs „Carmina Burana“ mit dem markanten Chor „O Fortuna“ repräsentiert jene unmittelbare Wirkung klassischer Musik, die das Festival auszeichnet. Dieser Konzertabend mit internationalen Solisten, Chor und Orchester auf der Bühne des Wolkenturms eröffnet die Jubiläumssaison 2026 – ein klingendes Symbol für zwei Jahrzehnte Musikgeschichte in Grafenegg.
© by ORF/TV-Browser

23:15-00:10
Christoph Waltz
(Dokumentation) | arte
Es gab eine Zeit, da kannte man sein markantes Gesicht vorwiegend aus Fernsehfilmen. Dann entdeckte ihn Quentin Tarantino für Hollywood. Ab dann ist Christoph Waltz weltberühmt, ein Star. Nur allzu gern wird er allerdings auf Malefiz-Figuren aller garstigen Schattierungen reduziert.

In diesem ersten umfassenden Fernsehporträt von Christoph Waltz gehen der Regisseur und Produzent Kurt Mayer und die langjährige Hollywood-Korrespondentin Gabriele Flossmann der schauspielerischen Entwicklung, aber auch den persönlichen Seiten des Ausnahmetalents nach. So weiß etwa kaum jemand, dass Waltz und Michael Haneke denselben – nicht unbekannten – Stiefvater haben und daher sozusagen Halbbrüder sind.

Bedeutende berufliche Wegbegleiter orchestrieren Waltz‘ Werdegang. Eingebettet in zahlreiche Filmausschnitte stellt sich heraus, dass Waltz nicht nur im Bühnenfach des Bösewichtes brilliert. Präzision und Handwerkskunst, trockener Humor und Sprachtalent sind es, die ihn schließlich vom Wiener Reinhardt-Seminar nach Hollywood bringen, in einem „overnight success after thirty years“. Seine gegen alle Klischees gebürstete Darstellung verleiht den Figuren besonders Tiefe. Ihnen zu folgen bereitet diabolisches Vergnügen.

Der Mensch hinter den ikonischen Figuren seines Schaffens hält sich bedeckt. Seine öffentlichen Auftritte sind rar. Ausschnitte aus seinen ersten Filmauftritten sowie aus dem noch unveröffentlichten neuen James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ veranschaulichen das breite Spektrum des zweifachen Oscargewinners. Doch ganz so einfach ist Christoph Waltz nicht zu fassen …
© by DasErste/TV-Browser

23:30-00:15
aspekte
(Reportage (Zeitgeschichtlicher Stoff – Kultur – Zeitgeschichte allgemein)) | ZDF
Was passiert mit Kunst und Kultur, wenn die AfD regiert? Warum Theater, Museen und Kirchen in Sachsen-Anhalt um ihre künstlerische Freiheit fürchten.

Mit Didi Hallervorden, Bill und Tom Kaulitz sowie AfD-Kulturpolitiker Hans-Thomas Tillschneider. „aspekte“ reist durch Sachsen-Anhalt und zeigt, wie um Kunst, Kultur und Identität gestritten wird.

Die AfD könnte in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl am 6. September 2026 erstmals Regierungsverantwortung übernehmen. Im Wahlkampf fordert sie ein Bekenntnis zu Patriotismus, deutsche Werke und weitere, tiefgreifende Veränderungen in der Kulturpolitik. Was passiert mit Kunst und Kultur, wenn die Partei tatsächlich an die Macht kommt? Theater, Museen, Kirchen und Künstler im Land diskutieren diese Frage längst als konkrete Zukunftsfrage.

Der AfD-Rechtsaußen Hans-Thomas Tillschneider gilt als Architekt des Kulturprogramms seiner Partei in Sachsen-Anhalt und als einer der wichtigsten Vordenker einer Kulturpolitik, die von Kulturschaffenden ein Bekenntnis zum Patriotismus unterschrieben haben will und auf nationale Identität setzt. Jo Schück trifft ihn und fragt: Was hat die in weiten Teilen rechtsextreme Partei vor? Und warum will sie so massiv in die Kultur eingreifen?

Viele Kulturschaffende verfolgen den Wahlkampf mit Sorge. Was bedeuten die Forderungen für sie? Im Theater Magdeburg befürchtet Generalintendant Julien Chavaz, dass politische Einflussnahme und finanzielle Kürzungen die künstlerische Freiheit unter Druck setzen könnten.

Im Bauhaus Dessau erinnert man sich daran, dass die weltberühmte Institution bereits früher Ziel politischer Angriffe war. Direktorin Barbara Steiner erklärt, warum die aktuellen Debatten rund um den Begriff der „Moderne“ dort besonders aufmerksam verfolgt werden.

Auch die Kirchen stehen vor einer grundlegenden Auseinandersetzung. Während die AfD christliche Traditionen betont, aber die Kirchensteuer streichen be­zie­hungs­wei­se umverteilen will, werfen Kirchenvertreter der AfD vor, mit ihrer Ausländerpolitik die Menschenwürde zu verletzen. Während das AfD-Programm damit droht, der Kirche Gelder zu streichen, möchte die evangelische Kirche einen AfD-nahen Pfarrer rausschmeißen.

In Dessau trifft Jo Schück den Schauspieler und Theaterleiter Didi Hallervorden. Der gebürtige Dessauer engagiert sich kurz vor der Wahl öffentlich gegen die AfD und macht Wahlkampf für die CDU und jede andere demokratische Partei, die ihn möchte. Der 90-Jährige warnt vor politischen Eingriffen in Kunst und Kultur und erinnert an das, was er als Kind im 3. Reich und in der DDR erlebte.

Die Kaulitz-Brüder, aufgewachsen in einem kleinen Dorf vor Magdeburg, sind schon lange aus Sachsen-Anhalt weggezogen, eher geflohen, um dem Trubel, aber auch der Hetze und rechten Gewalt der 2000er zu entkommen. Eher würden die Tokio-Hotel-Brüder das Musikmachen aufgeben, als je wieder zurückzuziehen.

Aber es gibt auch sie: Menschen, die in Sachsen-Anhalt geboren sind, bleiben und sich einmischen: der Musiker und Moderator Stephan Michme, Satiriker, Chorsängerinnen und Chorsänger sowie Kulturveranstalter im ganzen Land. Sie erleben, wie die politischen Konflikte immer stärker den kulturellen Alltag prägen – auf Bühnen, in Vereinen und in Proberäumen.

Die Reise durch Sachsen-Anhalt zeigt ein Land, in dem der Streit um Kultur längst begonnen hat. Und sie führt zu einer Frage, die weit über die Landesgrenzen hinausreicht: Wie frei bleiben Kunst und Kultur, wenn die AfD politische Verantwortung übernimmt?
© by ZDF/TV-Browser

23:35-01:05
Maria Wern, Kripo Gotland – In der Tiefe
(Spielfilm) | Das Erste (ARD)

nach dem Roman von Anna Jansson
Amazon.de* | Thalia.de* | Hugendubel.de*

Im 15. Film der Reihe „Kripo Gotland“ gerät Eva Röse als Kommissarin Maria Wern unter die Drogenschmuggler. Geheime Depots auf dem Meeresboden locken Taucher an und führen zu einer Serie von Morden. Bis zur Erschöpfung sucht Wern nach Zusammenhängen, doch dann kommt sie den Kriminellen plötzlich so nah, dass sie in Todesgefahr gerät. Dabei erzeugen eindrucksvolle Unterwasseraufnahmen eine beklemmende Thriller-Atmosphäre.

Ein sterbenskranker Fluggast löst eine Notlandung auf Gotland aus. Er war zuvor nur knapp dem Tauchertod entkommen und raunt mit letzter Kraft etwas von Mord. Kommissarin Maria Wern (Eva Röse) ermittelt. Der Fremde ist jedoch nicht der vermisste Bergungsspezialist Jonathan Rogers (Sten Schramm), für den er sich ausgibt, sondern der russische Matrose Mischka Andropov (Kola Krauze). Als Rogers tot in seinem Boot gefunden wird, gerät sein mit ihm zerstrittener Bruder Joakim (Oscar Skagerberg) in Verdacht. Bis tief in die Nacht grübelt die hartnäckige Kommissarin nach Motiven, was ihren Freund und Kollegen Sebastian (Erik Johansson) frustriert. Eine heiße Spur führt sie zu einem russischen Handelsschiff.

Andropov und seine Kollegen haben vor der Küste deponierte Drogendepots geplündert. Auch der hochverschuldete Jonathan mischte in dem trüben Geschäft mit. Als Annie Rogers (Frida Westerdahl) das Drogenlager ihres Mannes findet, wagt Joakim einen riskanten Deal mit den Russen. Maria Wern gerät als Augenzeugin selbst in Gefahr. Dennoch steckt die Kommissarin bei der Lösung des Falles nicht zurück.
© by DasErste/TV-Browser
(Information/Unterhaltung) | ZDF

0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr

Alle Angaben ohne Gewähr.

Von Astrid Demand-Schnitzer

* Studium der Musikwissenschaften (Historische und Systematische Musikwissenschaften an der Uni Hamburg) * mit neun Jahren angefangen Geige zu spielen, heute singe ich gern im Chor * mit vier Jahren Ballett angefangen – bis heute dabeigeblieben * beruflich: Online-Marketing – lange angestellt in der Entertainment-Branche, seit 2017 selbständig

Cookie Consent mit Real Cookie Banner