0 bis 6 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
00:15-01:55
Salzburger Festspiele 2025: „Zaide oder Der Weg des Lichts“
(Konzert) | BR Süd
Wolfgang Amadeus Mozarts Schaffensphase um 1780 steht im Zentrum des neuen Projekts von Raphaël Pichon und seinem Ensemble Pygmalion bei den Salzburger Festspielen 2025. Das unvollendete Singspiel Zaide sowie Ausschnitte aus Davide penitente, Thamos und selten aufgeführte Konzertarien verschmelzen zu einem halbszenischen Abend. Es singen Sabine Devieilhe, Lea Desandre, Johannes Martin Kränzle, Julian Prégardien und Daniel Behle.
Zaide ist ein wichtiger Entwicklungspunkt für Mozart: Emanzipiert von Familie und Dienstherr rückt er die zentralen Themen der Aufklärung ins Licht: Freiheit, Widerstand, Liebe und Vergebung. Das musikalische Pasticcio wird durch Wajdi Mouawads eigens verfasste poetische Texte (Verbrennungen, Vögel), tänzerische Elemente und Videoprojektionen ergänzt.
Raphaël Pichon ist Spezialist für dramaturgisch feine Programme: Mit historisch authentischen Instrumenten knüpft sein 2006 gegründetes Ensemble Pygmalion mit Chor und Orchester neue Verbindungen zwischen Werken und öffnet ungeahnte Blickwinkel auf Mozarts Musik.
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01:45-03:20
Tag ohne Ende
(Spielfilm) | MDR Sachsen-Anhalt
Gegen Ende des Koreakrieges (1953) wird ein Zug amerikanischer Infanteriesoldaten von seinem Hauptquartier abgeschnitten. Der Versuch, sich zur nächsten Einheit durch kommunistisch besetztes Gebiet durchzuschlagen, endet in einem Todesmarsch.
Eine kleine Patrouille in Korea, kurz vor Kriegsende 1953, wird geführt von Leutnant Benson (Robert Ryan), einem menschlichen, intelligenten, mutigen Offizier. Dann taucht ein Jeep auf mit einem brutalen, grinsenden Sergeant (Aldo Ray) als Fahrer; neben ihm sitzt ein schweigsamer, völlig weggetretener Colonel (Robert Keith), den der Sergeant anzubeten scheint. Er steckt ihm die Zigaretten an, kümmert sich um sein Äußeres, verwöhnt ihn, passt auf ihn auf, wie auf ein Neugeborenes oder eine alte Großmutter. Der Colonel verharrt den ganzen Film hindurch in seiner Lethargie, und so dreht sich der Film um die beiden anderen Charaktere, die beiden Soldatentypen, den intelligenten, gesetzten, logischen Leutnant und den instinktiveren, aber auch überlegeneren, weil mit der Gegend besser vertrauten Sergeanten, der losballert, wenn sich nur ein Grashalm bewegt. Gefangene machen, davon will er nichts hören. Eine abwechselnd faszinierende und abstoßende Figur. Der Film endet nüchtern: Drei Überlebende, ringsherum Leichen und ein paar nutzlose Tapferkeitsorden …
Am 25. Juni 1950 griffen nordkoreanische Truppen ohne Kriegserklärung Südkorea an. Aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit standen sie innerhalb von drei Tagen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Stalin und Mao Zedong hatten zuvor „grünes Licht“ für eine Invasion im Süden gegeben – für eine kommunistische Wiedervereinigung. Schon am 25. Juni verurteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Volksrepublik Korea einstimmig als Aggressor, am 27. Juni beschloss er die Entsendung einer UN-Streitmacht. Drei Jahre dauerte dieser Krieg mit Hunderttausenden von Toten. Am 27. Juli 1953 endete er mit dem Waffenstillstandsvertrag in Panmunjom. Anthony Mann drehte den Film 1956 als Soldatendrama, das vom Kriegsalltag „im Kleinen erzählt“. Für Heldentum gibt es weder Anlass noch Gelegenheiten, eine verteidigungswerte „Sache“ gibt es auch nicht; alles Menschliche ist schwer zu bewahren und kann jederzeit ausgelöscht werden. Francois Truffaut schrieb 1957 in seiner Aufsatzsammlung ‚Die Filme meines Lebens‘: „In ‚Men and War‘ gibt es keinen Sadismus, nichts Überflüssiges, dafür aber feste, solide, strenge, unerbittliche Erzählweise.“
Am 25. Juni 1950 griffen nordkoreanische Truppen ohne Kriegserklärung Südkorea an. Aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit standen sie innerhalb von drei Tagen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Stalin und Mao Zedong hatten zuvor grünes Licht für eine Invasion im Süden gegeben – für eine kommunistische Wiedervereinigung. Schon am 25. Juni verurteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Volksrepublik Korea einstimmig als Aggressor, am 27. Juni beschloss er die Entsendung einer UN-Streitmacht. Drei Jahre dauerte dieser Krieg mit Hunderttausenden von Toten. Am 27. Juli 1953 endete er mit dem Waffenstillstandsvertrag in Panmunjom.
Anthony Mann drehte den Film 1956 als Soldatendrama, das vom Kriegsalltag im Kleinen erzählt. Für Heldentum gibt es weder Anlass noch Gelegenheiten, eine „verteidigungswerte Sache“ gibt es auch nicht; alles Menschliche ist schwer zu bewahren und kann jederzeit ausgelöscht werden. Francois Truffaut schrieb 1957 in seiner Aufsatzsammlung „Die Filme meines Lebens“: „In ‚Men and War‘ gibt es keinen Sadismus, nichts Überflüssiges, dafür aber feste, solide, strenge, unerbittliche Erzählweise.“
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03:05-03:50
kulturMONTAG Spezial aus Salzburg
(Magazin) | ORF 2
„Festspielsommer in Salzburg“
„Von der Geburt der Zeit und der Macht des Herzens“: unter diesem poetischen Titel finden diesen Sommer die 106. Salzburger Festspiele statt. Ein kulturMontag spezial widmet sich dem renommiertesten Klassik-Festival der Welt, wagt aber auch den Blick über den Festspiel-Tellerrand und erkundet die Stadt abseits des Festivalrummels.
Moderator Martin Traxl trifft Stars des Festivals wie Kate Lindsey, Valery Tscheplanova und Ulrich Rasche und gibt Einblick in die wichtigsten Produktionen von Georges Bizets „Carmen“ mit Asmik Grigorian in der Titelpartie bis zu Goethes „Faust“. Salzburg ist während der Festspiele auch eine Hochburg der Bildenden Kunst, Shooting-Star Philipp Fürhofer zeigt seine Arbeiten in der Galerie Ruzicka. Und die österreichische Sängerin Anna Buchegger erkundet mit dem kulturMontag das Sound of Music-Museum, das diesen Herbst in Schloss Hellbrunn eröffnet wird.
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6 bis 12 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
11:10-11:35
Sommerbühne
() | ORF 2
Jeden Sommer sind viele Augen auf die beiden kulturellen Großereignisse im Burgenland gerichtet: das Musical auf der Seebühne Mörbisch und die Oper im Steinbruch von St. Margareten.
Der pannonische Sommer hat aber noch jede Menge anderer Bühnen-Events zu bieten, Kulturerlebnisse aller Art. So lädt Intendant und Schauspieler Wolfgang Böck zu den Schlossspielen Kobersdorf und sein Kollege Christian Spatzek zum „Theater Sommer Parndorf“. Andreas Vitasek, der künstlerische Leiter des „Kultur Sommer Güssing“, holt die Stars der heimischen Kabarettszene ins Südburgenland. In Raiding wie in Halbturn kommen Freunde und Freundinnen klassischer Musik auf ihre Kosten.
Alfons Haider, der Generalintendant der burgenländischen Musiktheater, präsentiert launig einen Überblick über das sommerliche Bühnengeschehen im Land des Schilfs und der Störche.
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11:35-12:00
Sommerbühne
(Dokumentation) | ORF 2
Die beiden Großproduktionen im burgenländischen Festspielsommer 2026 präsentieren die Oper „Tosca“ und das Musical „Ein Käfig voller Narren“.
Giacomo Puccinis „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen, von Regisseur Thaddeus Strassberger in Szene gesetzt, bringt ein packendes, höchst dramatisches Opernerlebnis, spannend wie ein Thriller. Ebenso sehenswert ist, was sich hinter den Kulissen abspielt. Das „Making of“ begleitet die Neuproduktion ein halbes Jahr lang und führt auch in Puccinis Villa in der Toskana, wo die atemberaubende Musik entstanden ist.
Mit „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ wiederum bringen die Seefestspiele Mörbisch 2026 ein Kultstück auf die Bühne. Einst eine große Provokation, zählt die Travestie-Komödie heute zu den erfolgreichsten Musicals und der Song „I Am What I Am“ ist zur Hymne für Toleranz geworden. Der Blick Backstage – von der Audition über den Bühnenaufbau, der Fertigung der Kostüme und der Proben – zeigt den langen Weg bis zur Premiere.
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12 bis 18 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
14:00-15:30
Mord im Mittsommer – Staffel 6 (1/4)
(Serie) | arte
nach den Romanen von Viveca Sten
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Es ist Sommer, und Sandöns neueste Zuzügler, Carsten und Celia Larsson, haben alle Inselbewohner zur Einweihungsparty in ihre Luxusvilla eingeladen. Unter den Gästen sind auch Nora und ihr Freund Jonas. Als die beiden nach der Party spät in der Nacht auf dem Heimweg sind, geht die zur Villa gehörende Sauna plötzlich in Flammen auf. Doch die von Nora und Jonas gerufenen Rettungskräfte kommen für eine Person zu spät: Am nächsten Morgen wird in den Überresten der Sauna eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche gefunden.
Das Werk eines Pyromanen? Oder ein kaltblütiger Mord? Ein neuer Fall für die Ermittler Thomas Andreasson und Mia Holmgren. Bald deutet alles darauf hin, dass es sich bei dem Opfer um Gastgeber Carsten handelt. Er ist seit der Party spurlos verschwunden – und bei mehr als genug Menschen sehr unbeliebt. Nicht nur war sein protziger Neubau vielen Inselbewohnern ein Dorn im Auge, allen voran dem Nachbarn Pär-Anders, auch die Baufirma ist wegen unbezahlter Rechnungen nicht gut auf ihn zu sprechen.
Und dass Carsten zuletzt gesehen wurde, als er mit einer blonden jungen Frau die Party verließ, würde auch seiner eifersüchtigen Gattin Celia ein mögliches Motiv liefern. Kann Partygast Nora mit ihrer Orts- und Menschenkenntnis auch dieses Mal Thomas bei den Ermittlungen helfen? Doch auch sie weiß nichts über den mysteriösen Russen, der als ungeladener Gast auf der Party nach Carsten gesucht haben soll. Könnte er etwas mit dem Fall zu tun haben?
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15:30-17:05
Mord im Mittsommer – Staffel 6 (2/4)
(Serie) | arte
nach den Romanen von Viveca Sten
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Auf geht’s, für eine Woche zum Segelcamp nach Knarrholmen! Während sich Noras 12-jähriger Sohn Simon auf das Ferienabenteuer auf der kleinen Nachbarinsel freut, muss Benjamin von seinem Vater Christian regelrecht dazu gedrängt werden. Christian hofft, dass Benjamin endlich etwas selbstsicherer wird. Doch der in sich gekehrte Bücherwurm wird dort schnell zum Ziel gemeiner Späße der älteren Jungen. Bei einer Schnitzeljagd werfen sie Benjamins Kleider ins Wasser und lassen ihn vor Kälte zitternd am Strand zurück.
Ein Mann kommt Benjamin mit einem trockenen Handtuch zu Hilfe. Es ist Pontus Lindqvist, der alles beobachtet hat und gerade erst nach einer Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs aus der Haft entlassen wurde. Am nächsten Morgen ist Benjamin spurlos verschwunden. Thomas Andreasson und seine Kollegin Mia Holmgren machen sich sofort auf die Suche nach dem Jungen und seinem mutmaßlichen Entführer …
Thomas hatte eigentlich in die Nachtschicht gewechselt und im Hafen Ausschau nach Treibstoffdieben gehalten. So wollte er tagsüber mehr Zeit für Pernilla haben, die sich alleine auf der Insel unwohl fühlt. Doch seit Benjamins Verschwinden ist Thomas wieder voll eingespannt, und Pernilla flüchtet in die Stadt. Unterdessen sieht Noras Stieftochter Vera in deren Freundschaft mit Thomas eine Gefahr für die Beziehung zwischen Nora und ihrem Vater Jonas. Tatsächlich kriselt es zwischen den beiden, nicht zuletzt wegen Jonas‘ aufkeimender Eifersucht …
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17:30-18:45
Verbotene Bücher
(Dokumentation (Gesellschaft – Politik Ausland)) | ZDFinfo
An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen.
Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontaktes mit der großen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden.
Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf „obszöne“ und „rassistische“ Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor „Pornografie“ und allem, was bei ihnen „Unbehagen“ oder „Schuldgefühle“ hervorrufen könnte, geschützt werden müssten, indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne.
Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen „Moms for Liberty“ haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher werden beanstandet, immer gezielter werden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind bereits Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden.
Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen – Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen –, sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und leisten Widerstand, organisieren sich und kämpfen. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt.
Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind – und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.
© by ZDF/TV-Browser
18 bis 24 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
22:55-01:20
Papillon
(Spielfilm) | MDR Sachsen-Anhalt
nach dem Roman von Henri Charrière
Amazon.de*
Unschuldig wird Henri Charrière alias Papillon zu lebenslanger Zwangsarbeit in der Strafkolonie Französisch-Guayana verurteilt. Abgeschobene Kriminelle sollen hier unter unmenschlichen Haftbedingungen gebrochen werden. Doch Henri trotzt der sengenden tropischen Sonne, den Krankheiten und den sadistischen Schikanen der Wärter. Gemeinsam mit dem Fälscher Louis Dega schmiedet er einen gewagten Fluchtplan.
„Papillon“ basiert auf der gleichnamigen Autobiografie von Henri Charrière, gilt inzwischen als Filmklassiker und wurde 2017 erneut verfilmt.
Marseille, in den 1930er-Jahren: Von bewaffneten Soldaten eskortiert, zieht eine Gruppe von Häftlingen durch die Stadt in Richtung Hafen. Die Delinquenten werden in eine Strafkolonie in Französisch-Guyana verschifft, wo sie nach Verbüßung ihrer Haftstrafe als Kolonisten verbleiben sollen. Unter ihnen befindet sich Henri Charrière, der angeblich einen Zuhälter erstochen hat. Auf der Brust trägt er die Tätowierung eines Schmetterlings („Papillon“) als Symbol der Freiheit.
Schon während der Überfahrt denkt er an nichts anderes als seine Flucht. Er freundet sich mit dem Betrüger Louis Dega an und plant, mit dessen Geld die Gefängniswärter der Strafkolonie zu bestechen. Der Plan scheint zu funktionieren, doch Henri wird verraten und erhält Einzelhaft. Durch die Vermittlung eines Arztes startet Henri, diesmal gemeinsam mit Louis, einen zweiten Fluchtversuch. Auf einer entlegenen Leprastation schenken Aussätzige den Flüchtlingen Geld für ein Segelboot, mit dem sie bis nach Honduras gelangen.
Während Louis hier verhaftet und nach Guyana ausgeliefert wird, kann Henri sich zunächst in einem Kloster verstecken. Durch den Verrat der Äbtissin landet auch er wieder im Straflager. Die Jahre ziehen ins Land, Henri ist längst ein alter Mann, doch sein Freiheitswille ist ungebrochen.
Oscar-Preisträger Franklin J. Schaffner („Patton – Rebell in Uniform“) inszenierte diesen aufwendig inszenierten Kinoerfolg der 1970er-Jahre nach dem autobiografischen Roman „Papillon“ von Henri Charrière. Der bildgewaltige Abenteuerfilm prangert die unmenschlichen Haftbedingungen in den Gefangenenlagern in Französisch-Guyana an.
Von Mitte des 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten hier mehrere Zehntausend abgeschobene Kriminelle unter Bedingungen, die mit sibirischen Arbeitslagern vergleichbar sind. Steve McQueen als unbeugsamer Ausbrecher und Dustin Hoffman als gebrochener Häftling überzeugen durch glänzende Darstellerleistungen. Gedreht wurde u. a. an Originalschauplätzen wie Saint-Laurent-du-Maroni sowie in Spanien und Jamaika.
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23:30-01:00
Kommissar Wallander – Die Brandmauer
(Spielfilm) | BR Süd
nach den Romanen von Henning Mankell
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Ein junges Mädchen, das einen Taxifahrer ermordet hat, verschwindet unter rätselhaften Umständen aus der U-Haft und wird kurz darauf tot in einem Umspannwerk gefunden. Gleichzeitig bricht der Computerfachmann Tynnes Falk vor einem Geldautomaten tot zusammen. Seine Leiche wird aus der Pathologie entwendet, und als sie kurz darauf an einem Flussufer angeschwemmt wird, fehlen dem Toten zwei Finger. Als Kommissar Wallander bei einem Blind „Date“, das seine Tochter Linda per Internet für ihn eingefädelt hat, die sympathische Ella Lindfeldt kennenlernt, ahnt er nicht, dass ausgerechnet sie der Schlüssel zu diesem Fall ist.
Die 17-jährige Sonja Hokberg (Susannah Fielding) hat mit einer Freundin den Taxifahrer Johan Lundberg (Bo von Gegerfeldt) erschlagen. Im Verhör zeigt sie nicht die geringste Reue und gibt an, sie habe Geld gebraucht. Doch die erbeutete Summe ist lächerlich, außerdem sind Sonjas Eltern wohlhabend. Wallander (Kenneth Branagh) findet heraus, dass die junge Frau späte Rache übte: Lundbergs Sohn hatte sie vor zwei Jahren vergewaltigt, konnte aber nicht belangt werden, weil sein Vater ihm ein Alibi verschaffte. Zu allem Übel gelingt es Sonja, aus der bestens gesicherten Zelle der Untersuchungshaft auf rätselhafte Weise zu fliehen; ein Elektriker, der einen Kurzschluss in einem Umspannwerk beheben will, findet kurz darauf ihre verkohlte Leiche.
Auch Sonjas Freund Jonas Landahl (Christian Roe) wird ermordet aufgefunden. Das alles ergibt keinen Sinn, bis Wallander durch Zufall auf eine Verbindung mit einem anderen ungelösten Fall stößt: Tynnes Falk (Toni Hedin), kerngesunder IT-Spezialist, stirbt aus unerklärlichen Gründen an einer Herzattacke. Für das Verschwinden seiner Leiche aus der Pathologie, deren Türen elektronisch gesichert sind, gibt es nur eine Erklärung: Der flächendeckende Stromausfall, der durch Sonjas Tod im Trafohäuschen verursacht wurde, legte unter anderem die elektronische Türsicherung des Leichenschauhauses lahm. In einem Keller, den Falk angemietet hatte, stößt Wallander indes auf ein Computernetzwerk, mit dem eine gefährliche Hacker-Attacke auf das globale Bankensystem gestartet werden soll. Der Weg zu dem Drahtzieher führt ausgerechnet über die attraktive Ella Lindfeldt (Orla Brady), die Wallander privat via Internet kennenlernte.
Starschauspieler Kenneth Branagh verkörpert in dieser exzellenten britischen Verfilmung des Bestsellers von Henning Mankell die Rolle des eigenwilligen Ermittlers Kurt Wallander auf faszinierende Weise.
Es scheint, als habe Henning Mankell die Rolle seines melancholischen Ermittlers Kenneth Branagh auf den Leib geschrieben: Als Meister der minimalen Gesten spielt der in Belfast geborene Wahlengländer Wallander mit britischer Zurückhaltung. Trotzdem können wir in jeder Szene miterleben, wie es in ihm arbeitet und wie er fühlt. Branaghs Wallander-Filme überzeugen nicht nur darstellerisch, sondern auch in ihrer perfekten Spannungsdramaturgie. Die ausgeklügelte Kameraführung betont geschickt den Zauber der schwedischen Originalschauplätze.
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