0 bis 6 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
01:15-02:00
100 Jahre Marilyn Monroe – Ihr wahres Gesicht
(Dokumentation (Gesellschaft – Geschichte allgemein)) | ZDF
Ihr Mund, ihr Haar, ihr Gang: Marilyn Monroe ist die Kultfigur Hollywoods, bis heute. Doch wer ist die Frau hinter der Ikone? Zum 100. Geburtstag zeigt „Terra X History“ ihr wahres Gesicht.
Aus Notizen, Tagebüchern, Briefen der Film-Ikone zeichnet der Film ein gänzlich anderes Bild von Marilyn Monroe – jenseits des umschwärmten Sexsymbols, des blonden Dummchens und der gefeierten Schauspielerin: reflektiert, scharfsinnig, einsam und verletzlich.
„Ich stelle fest, dass Aufrichtigkeit und das Bemühen, möglichst einfach und direkt zu sein, so wie ich es gerne wäre, oft nur für Dummheit gehalten wird. Aber da die Welt unaufrichtig ist, ist wahrscheinlich Aufrichtigkeit dumm“, notiert Marilyn Monroe. Ihre umfangreichen Selbstzeugnisse erlauben es, in ihre Gedankenwelt einzutauchen. Das Doku-Portrait erlaubt einen ganz privaten, fast schon intimen Blick hinter die Fassade des Hollywood-Stars. Ihre Filme, ihre tragische Lebensgeschichte und ihr rätselhafter, früher Tod haben Marilyn Monroe unsterblich werden lassen. Hätte sie ihren 100. Geburtstag tatsächlich erlebt, wie würde die Welt sie heute feiern?
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02:45-03:30
Giganten der Kunst – Michelangelo
(Dokumentation (Historischer Stoff – Unterhaltende Information – Unterhaltung allgemein)) | ZDF
Schon seine Zeitgenossen nannten Michelangelo den „Göttlichen“. Die „Terra X“-Doku „Giganten der Kunst – Michelangelo“ zeigt seinen aufregenden Aufstieg in den Künstlerolymp.
Erzählt wird in packenden Spielszenen das Leben des Universalgenies. Und seine einzigartigen Statuen werden mit moderner 3-D-Animationstechnik sinnlich erfahrbar gemacht.
Wer kennt ihn nicht, den „David“. Die berühmteste Statue der Kunstgeschichte. Ein Kunstwerk für die Ewigkeit. Sein Schöpfer: Michelangelo Buonarroti, der schon von seinen Zeitgenossen den Beinamen „der Göttliche“ bekam. Was trieb diesen Künstler an, der in seiner Zeit, der Renaissance, die Bildhauerei und Malerei revolutionierte und in der Architektur neue Maßstäbe setzte?
Die „Terra X“-Doku taucht ein in das Leben des Universalgenies und beleuchtet anhand neuester Forschungsergebnisse einen Künstler, der noch längst nicht enträtselt ist. In packenden Spielszenen zeigt der Film Krisen und Kämpfe im Leben und Schaffen Michelangelos und macht so seinen Charakter bewegend lebendig: seine Kindheit mit dem jähzornigen Vater; seine Ausbildung am Hof der Medicis; seine Kämpfe mit den Päpsten; seine Liebe zur Seelenfreundin Vittoria Colonna; sein Leben für die Kunst, für die er sich körperlich und seelisch vollends verausgabt, zeitlebens zerrissen zwischen der Sehnsucht nach idealer Schönheit und Selbstzweifeln.
Im Alter von gerade einmal 23 Jahren schafft Michelangelo mit der römischen „Pietà“ sein erstes Meisterwerk – und bricht mit allen Traditionen: die mädchenhaft junge und schöne Maria, der Körper des toten Christus von Leben durchpulst, als würde er schlafen. Auch mit seinem „David“ – aus einem sieben Meter hohen Marmorblock gehauen – bricht er Tabus: ein anatomisch perfekter Körper als Ausdruck der Freiheit und Souveränität des Geistes.
Aber auch als Freskenmaler schafft Michelangelo Kunstwerke von monumentaler Größe. Als er vom Papst das Angebot bekommt, das Deckengewölbe der Sixtinischen Kapelle zu schmücken, hat er noch nie Fresken gemalt – und nimmt den Auftrag dennoch an. Vier Jahre sperrt er sich in der Sixtina ein, arbeitet unter schlimmsten Entbehrungen fast Tag und Nacht. Am Ende hat er ein Deckenfresko geschaffen, wie man es bis dahin noch nicht gesehen hat: die Schöpfungsgeschichte, deren ikonografisches Highlight „Gott erschafft Adam“ fast jedes Kind kennt. Seine Figuren wirken fast dreidimensional, der Bildhauer Michelangelo malt auch wie ein Bildhauer. Eine Wirkung, welche die Dokumentation mithilfe moderner 3-D-Animationstechnik sinnlich erfahrbar macht.
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03:00-04:30
Maria Wern, Kripo Gotland – Vergeltung
(Spielfilm) | Das Erste (ARD)
nach dem Roman von Anna Jansson
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Der Giftmord an dem Buchhändler Anders Ternrud (Rico Rönnbäck) führt die Kripo Gotland in dunkle Abgründe. Im Keller seines Antiquariats stoßen Maria Wern (Eva Röse) und ihr Ermittlerteam auf ein verstecktes Verlies: einen kargen Raum mit einer verstaubten Matratze, einem uralten Waschbecken und einem winzigen Kellerfenster. Wer dort vor Jahren hilflos einkerkert war, ist den Ermittlern zunächst rätselhaft. Auch Ternruds Sohn Peter (Johannes Bah Kuhnke) und Ternruds ehemaliger Geschäftspartner Birger Gustavsson (Peter Carlberg) können oder wollen kein Licht ins Dunkel bringen.
Als ein früherer Bekannter des Ermordeten auf gleiche Weise ums Leben kommt, ist für die Ermittlerin klar, dass jemand gnadenlos Vergeltung übt.
Der schreckliche Fall setzt Maria stark zu; nach der Trennung von ihrem Exfreund Sebastian schläft sie kaum noch und steht vor einem Burn-out, was auch ihren Sohn Emil (Oscar Pettersson) belastet. Ihr väterlicher Chef Hartman (Allan Svensson) würde die verwitwete Polizistin am liebsten zwingen, ihr Leben ins Reine zu bringen. Maria kann aber nicht loslassen. Sie ahnt, dass die Mordserie noch nicht zu Ende ist. Ihr Gerechtigkeitssinn lässt sie befürchten, dass ein gepeinigter Mensch für Rachetaten erneut hinter Gitter soll. Ein Grund mehr, den Fall nicht der üblichen Vorgehensweise oder ihrem Kollegen Ek (Ulf Fridberg) zu überlassen. Kopflos startet die Kriminalinspektorin einen Alleingang, bei dem sie ihren Job aufs Spiel setzt.
Liebeskummer, Schwächeanfälle und Überlastung machen Maria Wern bei den nervenaufreibenden Ermittlungen in rätselhaften Giftmordfällen zu schaffen. Nach der unglücklichen Affäre mit ihrem Kollegen Sebastian bekommt die alleinerziehende Kriminalinspektorin nun auch Probleme mit ihrem Sohn und bei der Arbeit. Hauptdarstellerin Eva Röse zeigt die kämpferische Titelheldin auch von ihrer verletzlichen Seite.
Der zwölfte Film der Reihe „Maria Wern, Kripo Gotland“ basiert auf Charakteren aus den Erfolgsromanen von Anna Jansson. Das Drehbuch des schwedischen Krimi-Spezialisten Fredrik T. Olsson arbeitet mit Bezügen zu bekannten Fällen von Entführungen und jahrelanger Gefangenschaft.
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05:55-06:15
Bregenzer Festspielmagazin 2026
() | ORF 2
Die Bregenzer Festspiele feiern 2026 ihren 80. Geburtstag mit dem italienischen Opernklassiker von Guiseppe Verdi „La traviata“. Eines der beliebtesten Werke der Operngeschichte ist erstmals als Spiel auf dem See in der Inszenierung von Damiano Michieletto zu erleben. Im Haus wird die gesellschaftskritische Oper „Die Ausflüge des Herrn Broucek“ von Leoš Janácek von Regisseur Yuval Sharon gezeigt. Im Bregenzer Festspielmagazin des ORF Vorarlberg stehen neben den ersten Programmhöhepunkten natürlich auch das 80-Jahr-Jubiläum des Festivals im Mittelpunkt. Moderatorin Martina Köberle führt mit vielen Live-Gästen durch diese Sendung und macht Lust auf den einzigartigen Kultursommer in Bregenz.
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6 bis 12 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
06:05-06:35
Herbert von Karajan im Gespräch
() | One
Sein Name war und ist über die Kreise der Fans klassischer Musik weltweit bekannt: Herbert von Karajan (1908-1989). Er war einer der charismatischsten, erfolgreichsten und berühmtesten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Der gebürtige Salzburger produzierte Hunderte von Schallplatten und Musikfilme und war wie kein anderer Dirigent in den Medien präsent. Wegen seiner einflussreichen Posten an zahlreichen europäischen Musikinstitutionen wurde er auch der ‚Generaldirektor Europas‘ genannt.
ONE stellt ihn mit einem ganz besonderen Porträt vor: Einer zusammen gestellten Collage aus Interview-Ausschnitten aus fast drei Jahrzehnten, die teilweise über 40 Jahre nicht mehr im Fernsehen zu sehen waren. Durch seine persönlichen Äußerungen entsteht ein Zugang zum Künstler Karajan, der authentischer nicht sein kann.
Herbert Karajan äußert sich zu den Themen, die ihn persönlich am meisten beschäftigten und ihn beruflich am stärksten fesselten:
Seine leidenschaftliche Arbeit als Dirigent, die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit den ‚Berliner Philharmonikern‘, die bedeutende Arbeit für die ‚Salzburger Festspiele‘ sowie seine diversen musikalischen Platten- und Filmaufnahmen.
Die Interviews führten: Die Musikkritiker Klaus Geitel (1983, 1988), Joachim Kaiser (1974), Hans Heinz Stuckenschmidt (1960, 1967) und Walter Panofsky (1965).
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12 bis 18 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
17:55-18:25
Sommerbühne
() | ORF 2
Jeden Sommer sind viele Augen auf die beiden kulturellen Großereignisse im Burgenland gerichtet: das Musical auf der Seebühne Mörbisch und die Oper im Steinbruch von St. Margareten.
Der pannonische Sommer hat aber noch jede Menge anderer Bühnen-Events zu bieten, Kulturerlebnisse aller Art. So lädt Intendant und Schauspieler Wolfgang Böck zu den Schlossspielen Kobersdorf und sein Kollege Christian Spatzek zum „Theater Sommer Parndorf“. Andreas Vitasek, der künstlerische Leiter des „Kultur Sommer Güssing“, holt die Stars der heimischen Kabarettszene ins Südburgenland. In Raiding wie in Halbturn kommen Freunde und Freundinnen klassischer Musik auf ihre Kosten.
Alfons Haider, der Generalintendant der burgenländischen Musiktheater, präsentiert launig einen Überblick über das sommerliche Bühnengeschehen im Land des Schilfs und der Störche.
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18 bis 24 Uhr
0 Uhr bis 6 Uhr | 6 Uhr bis 12 Uhr | 12 Uhr bis 18 Uhr | 18 Uhr bis 24 Uhr
18:25-18:57
Sommerbühne
(Dokumentation) | ORF 2
Die beiden Großproduktionen im burgenländischen Festspielsommer 2026 präsentieren die Oper „Tosca“ und das Musical „Ein Käfig voller Narren“.
Giacomo Puccinis „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen, von Regisseur Thaddeus Strassberger in Szene gesetzt, bringt ein packendes, höchst dramatisches Opernerlebnis, spannend wie ein Thriller. Ebenso sehenswert ist, was sich hinter den Kulissen abspielt. Das „Making of“ begleitet die Neuproduktion ein halbes Jahr lang und führt auch in Puccinis Villa in der Toskana, wo die atemberaubende Musik entstanden ist.
Mit „La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren“ wiederum bringen die Seefestspiele Mörbisch 2026 ein Kultstück auf die Bühne. Einst eine große Provokation, zählt die Travestie-Komödie heute zu den erfolgreichsten Musicals und der Song „I Am What I Am“ ist zur Hymne für Toleranz geworden. Der Blick Backstage – von der Audition über den Bühnenaufbau, der Fertigung der Kostüme und der Proben – zeigt den langen Weg bis zur Premiere.
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19:20-20:00
Max Ernst – Der Surrealist und das Trampeltier
(Dokumentation (Kultur – Bildende Kunst)) | 3sat
Der Maler Max Ernst: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt der Film die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus.
Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts (1891–1976) faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat.
Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich „feindlicher Ausländer“ in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen.
Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen.
Mit seinem 1937 entstandenen Werk „Der Hausengel“ – dem „Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet“, thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je ist.
Mit Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern zeichnet der Film ein lebendiges Porträt des Malers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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20:15-22:55
Die Entführung aus dem Serail
(Musiktheater (Kultur)) | 3sat
Oper trifft Comedy: Die Neuinszenierung der Berliner Staatsoper Unter den Linden besetzt die Figur Bassa Selim mit Comedian Bülent Ceylan, der zum ersten Mal auf der Opernbühne zu erleben ist.
„Die Entführung aus dem Serail“ greift bis heute relevante Motive auf: Rollenbilder, Vorurteile und den Umgang mit dem Fremden. Die Neuinszenierung stellt Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und dem Zusammenleben verschiedener Kulturen in den Mittelpunkt.
Mozarts Oper erzählt die Geschichte einer Befreiung aus einem orientalischen Serail und stellt dabei Fragen nach Freiheit, Macht und Menschlichkeit. Regisseurin Andrea Moses eröffnet eine neue Perspektive auf das Werk: Die Geschichte wird aus unterschiedlichen kulturellen Blickwinkeln betrachtet und eröffnet einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bülent Ceylan mit seiner Sprechrolle als Bassa Selim begleitet das Geschehen, greift die Handlung auf und ordnet sie aus heutiger Sicht ein. So entsteht eine Verbindung zwischen Mozarts Werk und dem Hier und Jetzt.
Biografische Parallelen werden sichtbar: Wie die Opernfigur Bassa Selim steht Bülent Ceylan zwischen verschiedenen kulturellen Welten. Diese Verbindung greift die Inszenierung gezielt auf und macht sie zum Ausgangspunkt der Erzählung, wie Verständigung heute gelingen kann.
Mit Mitte 20 komponierte Mozart seine Erfolgsoper, die 1782 in Wien ihre Premiere hatte. Als Singspiel verbindet sie Oper mit Schauspiel: Musikalische Nummern werden mit gesprochenen Dialogen verbunden. So entsteht ein lebendiger Wechsel zwischen Gesang und Schauspiel, der Figuren und Handlung erfahrbar macht. In ihrer Vielfalt zwischen virtuosen Arien, differenzierten Ensembles und charakterisierenden Klangfarben zeichnet sie die Figuren präzise und verleiht den Konflikten emotionale Tiefe. Ein Spannungsfeld, das die Inszenierung bewusst in Beziehung zur Gegenwart setzt.
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20:15-21:45
Allmen und das Geheimnis der Erotik
(Spielfilm) | RBB Berlin
Gelegenheit macht Diebe in „Allmen und das Geheimnis der Erotik“ nach dem Krimibestseller von Martin Suter. Diesmal ist es Heino Ferch in der Titelrolle des aristokratischen Kunstdetektivs jedoch höchstselbst, der kostbares Porzellan entwendet, um seiner Leidenschaft für das Schöne in mehrfacher Hinsicht nachzugeben. Eine ebenso hinreißende wie geheimnisvolle Frau – gespielt von Devrim Lingnau – lässt den Lebemann jegliche Vorsicht vergessen. Samuel Finzi versucht ihm in der Rolle seines loyalen Butlers Carlos nicht nur ins Gewissen zu reden, sondern auch das Leben zu retten.
Langeweile ist für Johann Friedrich von Allmen (Heino Ferch) kein hinzunehmender Zustand. Bei einer wenig inspirierenden Lesung entwendet der Kunstdetektiv spontan ein berühmtes Fabergé-Ei aus dem Besitz des Gastgebers. Dessen Sicherheitsbeauftragter Krähenbühler (Christoph Bach) lässt den ungewöhnlichen Räuber aber nicht auffliegen, sondern versucht von Allmen zu einem noch dreisteren Diebstahl zu erpressen.
Zum Schein willigt Allmen ein und raubt zusammen mit seinem Butler Carlos (Samuel Finzi) eine einzigartige Porzellansammlung – allerdings in der Absicht, Krähenbühler übers Ohr zu hauen. Insgeheim geht es von Allmen jedoch nicht nur um den lukrativen Betrug, sondern vor allem um die Aufmerksamkeit der schönen Jasmin (Devrim Lingnau).
Um sich der Nachfahrin eines berühmten Porzellanhändlers anzunähern, tritt der Kunstdetektiv in den Dienst ihres strengen Vormundes Cognatus Reimund (Stefan Kurt), dessen Stiftung die rechtmäßige Besitzerin der geraubten Sammlung ist. Schon bald muss der wagemutige Bonvivant erkennen, dass sein doppeltes Spiel größere Gefahren birgt, als es sein raffinierter Plan vorsieht.
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22:55-23:10
Das Geheimnis von Bayreuth
(Dokumentation (Kultur – Kultur allgemein)) | 3sat
150 Jahre Bayreuther Festspiele: ein Jubiläum, aufgeladen mit allen Triumphen der Oper und den Schrecken der Geschichte. Jedes Jahr wird das Werk Richard Wagners dort neu befragt.
Bayreuth: ein Theater, das für ein Werk geschaffen wurde. Vor 150 Jahren hat Richard Wagner dort seine monumentales Werk „Der Ring des Nibelungen“ uraufgeführt – und es begeistert noch immer. – Eine Reportage über die Geschichte eines Phänomens.
Richard Wagners Traum vom Gesamtkunstwerk hat in Bayreuth seinen Original-Ort gefunden. Für das Festspielhaus hat er sein zentrales Werk geschrieben, die große Welterklärungstetralogie „Der Ring des Nibelungen“. Ein Werk deutscher Kulturgeschichte, an dem sich Bayreuth immer wieder selbst erneuern musste — ästhetisch, politisch, ideologisch, familiär.
Der Film konzentriert sich auf die Perspektive einiger der namhaftesten Bayreuth-Regisseure, die dort ihre Erfahrungen gesammelt haben: an einem Ort, an dem jede Deutung sofort zur Grundsatzfrage wird. Er erzählt von der Magie dieser Kunst, aber auch von den Wirrnissen und Abgründen einer Familie.
Einst ein historisches Familienunternehmen, sind die Festspiele heute, in Zeiten schrumpfender finanzieller Mittel, ein mehr oder weniger moderner Kulturbetrieb mit tarifvertraglichen Strukturen. Den Balanceakt zwischen Tradition und Erneuerung leitet Katharina Wagner, Urenkelin des Komponisten, als Festspielleiterin – und trotzt manchen Zweiflern.
Bayreuth, das ist für seine Fans eine Wallfahrt mit Schweißflecken unterm Hemd. Wenn das verloren ginge, wäre es das Ende? Es ist eben der Original-Ort.
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Alle Angaben ohne Gewähr.
