Staatsoper Hamburg -www.kultur4all.de © Astrid Demand-SchnitzerStaatsoper Hamburg -www.kultur4all.de © Astrid Demand-Schnitzer

Staatsoper Hamburg

A Cinderella Story (also das Märchen Aschenputtel) wird in dieser Spielzeit 2026/2027 wieder in der Staatsoper Hamburg gezeigt. Ich habe mir die Aufführung am 13. September 2026 angesehen und das sind meine Highlights:

Highlights

Charlotte Larzelere hat die Hauptrolle Cinderella frisch, jugendlich und trotzig interpretiert. Außerdem kam das verspielte, gute Verhältnis zu ihrem Vater (Edvin Revazov) bei mir gut an. Dazu hat natürlich auch Edvin Revazov seinen Teil beigetragen.

Besonders affektiert und unangenehm – also der Rolle entsprechend – hat Futaba Ishizaki die Stiefmutter interpretiert.

Mitreißend waren die drei Minister (Francesco Cortese, Jack Bruce und João Santana), was auch mit der aus meiner Sicht gelungenen, dynamischen Choreografie zusammenhängt. Den Witz und Spaß an den Rollen erreicht das Publikum allerdings auch nur, wenn das Timing sitzt. So war es.

Synopsis

John Neumeier, Gründer des Hamburg Ballett langjähriger Intendant und Ballettmeister dessen, hat die Choreografie 1992 zur Uraufführung gebracht. 2015 gab es eine Wiederaufnahme und in diesem Jahr erneut.

John Neumeier erzählt in diesem Handlungsballett, dass Sergij Prokofjew komponiert hat und 1945 uraufgeführt wurde, klassisch das Märchen von Aschenputtel. Aschenputtels Mutter stirbt, der Vater heiratet neu, die Stiefmutter bringt zwei Töchter mit. Die Einladung zum Ball des Prinzen flattert ins Haus, aber Stiefmutter und Stiefschwestern verhindern, dass Aschenputtel mitgehen kann. Sie bekommt über eine Fee ein schönes Kleid, geht doch zum Ball, verliert dort ihren Schuh. Der Prinz tanzt vorher mit Aschenputtel, ist ganz von ihr angetan und sucht nun nach ihr. Im Ballett führt die Suche den Prinzen durch verschiedene Länder (mit reichlich Klischés). Spoiler: Prinz und Aschenputtel finden zueinander.

Das Ballett „A Cinderella Story“

Das Ballett „A Cinderella Story“ wird bewusst von John Neumeier nicht einfach wie das Original „Cinderella“ genannt, um mehr Spielraum für Interpretationen zu haben. Seine Version basiert eher auf den Grimmschen Märchen, bei denen der Tod der Mutter stärker im Zentrum steht, und nicht so sehr auf der Version von Charles Perrault (Vorlage für Prokofjews Musik und Libretto von Nikolai Wolkow).

Nach eigenen Aussagen von John Neumeier erwecke „ein Ballett, das Cinderella heißt […], gewisse Erwartungen […].“ (aus dem Programmheft). Für Neumeier stehen aber die Charaktere im Mittelpunkt, er wählt ein reduziertes Bühnenbild und klare Lichtstimmungen.

Ballettklassiker

Cinderella von Prokofjew ist ein Ballettklassiker und John Neumeiers Version davon ebenso. In dieser Spielzeit noch einige Male in der Staatsoper Hamburg vom Hamburg Ballett zu sehen.

Tickets für A Cinderella Story

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