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Fernsehprogramm – Freitag 18. September 2026

18 September Ganztägig

0 bis 6 Uhr
0 – 6 Uhr | 6 – 12 Uhr | 12 – 18 Uhr | 18 – 24 Uhr
Alle Tage

00:10-00:40
Twist
(Kultur) | MDR Sachsen-Anhalt
Viele erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler haben öffentlich zugegeben, am Impostor-Syndrom zu leiden. Von Billie Eilish bis Tom Hanks: Sie haben das Gefühl, ihren Ruhm nicht verdient zu haben. Aber muss man nicht hochstapeln, wenn man nach oben will? Im Job, beim Dating und in der Kunstwelt gilt oft: Fake it till you make it. Wo endet Selbstdarstellung und wo beginnt der Betrug?

Zweifel an der eigenen Leistung kennen viele Menschen – es gibt sogar einen Namen dafür: das Hochstapler-Syndrom. Künstlerinnen und Künstler erzählen offen von Selbstzweifeln und Täuschungen. Willy Cartier, Maler, Designer und Schauspieler, begann seine Karriere als Model für Givenchy und Karl Lagerfeld – und ist dennoch bis heute nicht überzeugt von seinen Fähigkeiten.
Der dänische Konzeptkünstler Jens Haaning geht den umgekehrten Weg. Er macht aus seiner Hochstapelei eine Kunstaktion. Für eine Ausstellung in Aalborg wollte er Banknoten in Bilderrahmen kleben, umgerechnet 70.000 Euro bekam er dafür. Haaning behält das Geld und schickt leere Rahmen zurück. Kunst, sagt er. Betrug, sagt das Museum. Der Filmemacher Ole Juncker hat Haaning in seinem Film „Take the Money and Run“ porträtiert.
Die Kunstwelt fordere zur Hochstapelei geradezu heraus, meint die Philosophin Ariadne von Schirach. Ob Maurizio Cattelans Banane an der Wand oder die Balloon Dogs von Jeff Koons – der reale Wert hat nichts mit dem Verkaufspreis zu tun. Und doch liege in der Überhöhung ein Sinn, sagt Schirach: Die Kunst stapelt hoch, damit wir weiter sehen können.
Bleibt die Frage: Kann Kunst ohne Lüge und Illusion überhaupt existieren? Eine Antwort gibt die Münchner Künstlerin Betty Mü, die mit Projektionen, Geo-Mapping und VR-Welten arbeitet – nicht als Betrug, sondern als Kunst.
© by ARD/TV-Browser

01:40-02:10
artour
(Kulturmagazin) | MDR Sachsen-Anhalt
„artour“ ist der kürzeste Weg zur Kultur. Bewegend, erhellend, kritisch und aktuell berichtet das Magazin über das Neuste aus Kunst und Kultur.

„artour“ ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. „artour“ wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.
© by ARD/TV-Browser

02:20-03:50
Mankells Wallander – Das Leck
(Spielfilm) | Das Erste (ARD)

nach den Romanen von Henning Mankell
Amazon.de* | Thalia.de*

Wallanders Vorfreude auf ein entspanntes Osterwochenende währt nur kurz: Die Detonation einer Autobombe verbreitet Angst und Schrecken in Ystad. Während die Polizei das Chaos beseitigt, wird ein Geldtransporter ausgeraubt. Der Leichenfund eines ermordeten Joggers hat mit dem Überfall scheinbar nichts zu tun, doch der Kommissar spürt, dass die Ereignisse irgendwie zusammenhängen. Von einem früheren Kollegen, der als privater Sicherheitsberater Karriere machte, erhält Wallander einen heißen Tipp: Könnte die überfallene Firma nicht selbst an dem Coup beteiligt sein?

Das Wiedersehen mit seinem Ex-Kollegen Sven Adelgren (Michael Segerström) weckt Neidgefühle bei Kurt Wallander (Krister Henriksson). Dank seiner privaten Sicherheitsfirma hat Sven beinahe ausgesorgt und will sich mit seiner Frau in Südfrankreich zur Ruhe setzen. Wallander dagegen kann nicht einmal sein freies Osterwochenende genießen: Die Detonation einer Autobombe stürzt ganz Ystad ins Chaos.

Der Anschlag erweist sich als perfides Ablenkungsmanöver. Pontus (Sverrir Gudnason) und Isabell (Nina Zanjani) werden unterdessen Zeugen eines Überfalls auf einen Geldtransporter. Statt wie befohlen auf Verstärkung zu warten, spielen die beiden jungen Polizisten die Helden – was sie beinahe das Leben kostet. Der Überfall stellt die Polizei vor ein Rätsel: Die Route des Transporters ist ein sorgsam gehütetes Geheimnis. Sogar die Fahrer selbst erhalten ihre Anweisungen erst direkt vor der jeweiligen Tour.

Wallander zieht Adelgren als Experten zu Rate: Der vermutet eine undichte Stelle bei der verantwortlichen Sicherheitsfirma Skandiguard. Durch die Überprüfung der internen Videoüberwachung von Skandiguard fällt der Verdacht auf den jungen Mikael Sterner (Niklas Riesbeck), der als Zocker einen großen Geldbedarf hat. Der mysteriöse Mord an einem Jogger, der mitten im Wald erschossen wurde, führt Wallander auf eine weitere Spur. Am Ende kann der Kommissar diesen Fall zwar nicht ganz aufklären. Dafür hat er aber nach einigen Zweifeln wieder die Gewissheit, den richtigen Beruf gewählt zu haben.

Auch dieser Wallander-Krimi trägt die unverkennbare Handschrift des Bestseller-Autors Henning Mankell. Die spannenden Ermittlungen führen den nordischen Kult-Kommissar in ein Dickicht aus kaltblütiger krimineller Energie und menschlichen, allzu menschlichen Schwächen. Neben dem schwedischen Schauspieler Krister Henriksson, der dieser sympathischen Figur seinen Stempel aufgedrückt hat, spielt Lena Endre, bekannt durch den Arthouse-Erfolg „Musik für Hochzeiten und Begräbnisse“.
© by DasErste/TV-Browser

03:50-04:20
Druckfrisch
() | Das Erste (ARD)
Geplante Themen:

  • Dörte Hansen: „Broder“
  • Dora Kaprálová: „Die Mariborhypnose“
  • Denis Scheck empfiehlt „Das Buch der Vögel“
  • Außerdem in Druckfrisch: Denis Schecks erfrischend pointierte Revue der Spiegel-Bestsellerliste, diesmal Sachbuch

Dörte Hansen: „Broder“
Ein großer Landwirtschaftsroman, ein Brüder-Drama, eine Milieustudie norddeutscher Befindlichkeit: All das ist das neue Buch von Dörte Hansen.
Broder hat Pech gehabt. Als jüngerer Zwilling ist er ein paar Minuten zu spät auf die Welt gekommen, um den großen Milchviehbetrieb seiner Eltern an der norddeutschen Küste zu erben. Höfe werden nach alter Tradition an den ältesten Sohn weitergegeben. Und so führt Henning den Bauernhof der Familie fort. Broder – dessen Name nicht zufällig auf Plattdeutsch nur „Bruder“ bedeutet – geht leer aus. „Ertrag kommt von Ertragen“, sagt eine Weisheit der Familie, dessen konventioneller Betrieb zu kämpfen hat mit EU-Düngeverordnungen, Haltungsauflagen und dem wachsenden Druck der Bio-Bewegung. Autorin Hansen taucht tief ein in norddeutsche Land-Befindlichkeit und entwirft ein fulminantes Panorama kriselnder Landwirtschaft, aber auch eine moderne Kain und Abel-Geschichte, die nur tragisch enden kann.

Dora Kaprálová: „Die Mariborhypnose“
Die Autorin Dora Kaprálová erkundet die Welt aus der Perspektive einer Stubenfliege. Ihr Roman hat 2026 den Europäischen Literaturpreis erhalten.
Einen literarischen Baedeker soll sie schreiben, so der Auftrag ihres Verlags. Doch als die Erzählerin den unterkühlten Flix-Bus nach Maribor besteigt, gerät sie wie in eine Zeitschleuse. Der Beginn ihrer „Mariborhypnose“. Die Eindrücke, die in der slowenischen Stadt auf sie einprasseln, verschwimmen: die Klänge des Heavy Metal Festivals, der Puppenspieler an der Straßenecke, die alten Weinreben, das Schwimmbad an der Drau. Wie eine Stubenfliege mit ihren Facettenaugen saugt sie die Eindrücke gleichzeitig ein. Kunstvoll verwebt die tschechische Schriftstellerin Dora Kaprálová diese moderne Städtereise mit der Legende über den Illusionisten und Hypnotiseur Leo Svengali, die sich die Bewohner von Maribor bis heute erzählen. Es ist, als würde er die Stadt noch immer in Trance versetzen.

Denis Scheck empfiehlt „Das Buch der Vögel“
Ornithologen sind seltsame Vögel, und doch erfreut sich das neudeutsch „Bird Watching“ großer Beliebtheit – und das aus guten Gründen.
Nirgendwo lässt sich Artensterben und Klimawandel genauer verfolgen. Wir werden Zeuge eines ungeheuren Verlusts: „In Nordamerika gibt es drei Milliarden Vögel weniger als vor einem halben Jahrhundert. In Europa fünfhundert Millionen weniger. Weltweit sind mehr als die Hälfte aller Vogelarten bedroht.“
Mit diesen Sätzen beginnt „Das Buch der Vögel“ des englischen Dichters Robert Macfarlane und der Illustratorin Jackie Morris. Es dokumentiert einerseits diesen Verlust – alle der 49 darin porträtierten Vögel befinden sich auf der roten oder bernsteinfarbenen Liste der bedrohten Arten. Aber vor allem ist dieses genial illustrierte und von Daniela Seel ins Deutsche übersetzte Buch eine Augenweide und eine sprachmächtige Feier der Schöpfung.

Außerdem in Druckfrisch: Denis Schecks erfrischend pointierte Revue der Spiegel-Bestsellerliste, diesmal Sachbuch

Allein in Deutschland erscheinen jedes Jahr 90.000 neue Bücher. Ganz schön schwer, hier den Überblick zu behalten. „Druckfrisch“, das Büchermagazin im Ersten, hilft bei der Orientierung im Bücherdschungel. Moderator Denis Scheck besucht Schriftsteller und stellt Neuerscheinungen vor. Er lobt und lästert über die aktuellen Bestseller, spricht Empfehlungen aus, sagt aber auch, welche Bücher reine Zeitverschwendung sind. Belletristik, Krimis, Sachbücher, Biographien oder Kochbücher – nichts ist vor ihm sicher.
© by DasErste/TV-Browser

6 bis 12 Uhr
0 – 6 Uhr | 6 – 12 Uhr | 12 – 18 Uhr | 18 – 24 Uhr
Alle Tage

06:20-07:00
Kulturzeit
(Magazin (Kultur – Kultur allgemein)) | 3sat
„Kulturzeit“ ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.

„Kulturzeit“ mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
© by 3sat/TV-Browser

09:05-09:45
Kulturzeit
(Magazin (Kultur – Kultur allgemein)) | 3sat
„Kulturzeit“ ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.

„Kulturzeit“ mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
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12 bis 18 Uhr
0 – 6 Uhr | 6 – 12 Uhr | 12 – 18 Uhr | 18 – 24 Uhr
Alle Tage

18 bis 24 Uhr
0 – 6 Uhr | 6 – 12 Uhr | 12 – 18 Uhr | 18 – 24 Uhr
Alle Tage

19:20-20:00
Kulturzeit
(Magazin (Kultur – Kultur allgemein)) | 3sat
„Kulturzeit“ ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat.

„Kulturzeit“ mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
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19:30-19:55
Euromaxx
() | ARD-alpha
In starken Bildern und spannenden Geschichten berichtet „Euromaxx“ über Europa: Architektur und Abenteuer, Kunst, Kultur und Kulinarik, Länder und Lifestyle, Mode und Musik, Promis und Passionen. Diese Vielfalt präsentiert das TV-Magazin einmal wöchentlich : 26 Minuten mit interessanten Reportagen, Berichten und Porträts. Denn „Euromaxx“ entdeckt überall in Europa ungewöhnliche Themen und überrascht die Zuschauer immer wieder mit starken Geschichten. „Euromaxx“ ist Fernsehen für Genießer!

Mit „Euromaxx“ produziert die DW als erster Fernsehsender überhaupt ein vollwertiges Fernsehmagazin, das über Lebensart und Kultur in Europa berichtet. Damit präsentiert das deutsche Auslandsfernsehen den Zuschauern in aller Welt das moderne Deutschland als Teil des sich vereinenden Europas und unterstreicht einmal mehr seine Mittlerfunktion im internationalen Dialog.
© by ARD/TV-Browser

20:15-22:35
Zurück in die Zukunft III
(Abenteuer, Komödie, Western) | Nitro
Zum Abschluss der Zeitreise-Trilogie verschlägt es Marty in den Wilden Westen des Jahres 1885. Hier muss er im Wettlauf mit der Zeit verhindern, dass sein Freund Doc Brown erschossen wird.

(Text unter CC BY 2.0 von omdb.org)
© by RTL

+ Kultur4all-Tipp +
Zurück in die Zukunft - Das Musical
Tickets*

20:15-21:45
Mord im Mittsommer – Staffel 11
(Serie) | arte
© by DasErste/TV-Browser

nach den Romanen von Viveca Sten
Amazon.de* | Thalia.de* | Hugendubel.de*

23:30-00:15
aspekte
(Reportage (Zeitgeschichtlicher Stoff – Kultur – Geschichte allgemein)) | ZDF
Am 27. Oktober wählt Israel ein neues Parlament. Für welche Zukunft wird sich das Land entscheiden?

„aspekte“-Moderator Jo Schück trifft Kulturschaffende zwischen abgrundtiefer Verzweiflung und Hoffnung auf eine friedliche Zukunft.

Benjamin Netanjahus Hardliner-Politik in Gaza und im Westjordanland sowie die menschenverachtenden Äußerungen seiner rechtsextremen Minister haben Israel international zunehmend isoliert. Zuletzt ist sogar die Bundesregierung, traditionell der beste Freund Israels in Europa, auf Distanz gegangen und kündigte an, Sanktionen gegen den Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, zu unterstützen.

Aus der Kulturszene Israels kommt ein klares Signal: Helft uns! Israel stehe am Abgrund, sagen Künstlerinnen wie Comedian Noam Shuster-Eliassi. Sie ist im Friedensdorf Neve Shalom aufgewachsen, in dem jüdische und arabische Israelis zusammenleben. Sie appelliert eindringlich an die internationale Gemeinschaft und Deutschland, ernsthaften Druck auszuüben.

Auch der Street Artist Addam Yekutieli aka Know Hope hofft darauf. Er macht in der vom Hamas-Terrorangriff am 7. Oktober 2023 nachhaltig traumatisierten Bevölkerung eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der Menschen in Gaza aus. Mit seinen Bannern, Schriften und Bildern im öffentlichen Raum versucht er, dieses ins Bewusstsein zu rufen.

In den Trümmern von Gaza versucht Gitarrist und Musiklehrer Ahmed Abu Amsha, die Traumata von Kindern zu lindern. „Meine Arbeit richtet sich gegen jede Gewalt – wir wollen nichts als Frieden und ein menschenwürdiges Leben.“

Im Westjordanland kämpft der palästinensische Kulturaktivist und Träger des Alternativen Nobelpreises, Issa Amro, gewaltfrei gegen die israelische Siedlungspolitik und die Gewalt durch radikale Siedler, die ihn mit dem Tod bedrohen. Auch Deutschland müsse handeln, fordert er.

Ein Teil der israelischen Kunstszene unterstützt jedoch den Regierungskurs und den Ausbau der Siedlungen. Galerist Elhai Salomon aus Jerusalem zeigt sich unbeeindruckt von internationaler Kritik: „Israel ist ein starkes, selbstbewusstes, moralisches, mutiges Land. Ganz im Gegenteil: Die anderen Völker sollten von uns lernen!“

Die israelische Gesellschaft ist zutiefst zerrissen. Und doch gibt es Menschen mit Hoffnung und neuen Konzepten. Die Initiative „A Land For All“ wirbt für eine neue Form der Zweistaatenlösung, mit einem freien Palästina in einer EU-artigen Konföderation mit Israel.

Und der Israeli Maoz Inon und der Palästinenser Aziz Abu Sarah gehen gemeinsam auf Friedenstour. Inons Eltern wurden von Hamas-Terroristen ermordet, Abu Sarahs Bruder starb nach Folter in einem israelischen Gefängnis. Jetzt erscheint ihr gemeinsames Buch auf Deutsch: „Die Zukunft ist Frieden“. Ist das naiv? Oder schlicht der einzige Weg?
© by ZDF/TV-Browser

23:55-01:25
Maria Wern, Kripo Gotland – Schutzlos
(Spielfilm) | Das Erste (ARD)

nach dem Roman von Anna Jansson
Amazon.de* | Thalia.de* | Hugendubel.de*

Eine undurchdringliche Mauer des Schweigens muss Hauptdarstellerin Eva Röse alias Maria Wern in „Schutzlos“, dem zweiten Fall der neuen Staffel, durchbrechen. Nach dem Mord an einem jugendlichen Straftäter blickt sie hinter die Kulissen eines Erziehungsheims, in dem fragwürdige Dinge vor sich gehen. Ihre Ungeduld und ihr Ehrgeiz bringen die Titelheldin jedoch in ernste Schwierigkeiten. Die mehrfach preisgekrönte Regisseurin Lisa Ohlin inszeniert ein emotionsgeladenes Drama um Vertrauen und Verletzlichkeit, dem die Landschaft der schwedischen Ostseeinsel Gotland durch die Kamera von Jan Jonaeus eine düstere Schönheit verleiht.

Ein kurzes Leben, ein trauriges Ende: Aus der Ostsee ziehen Fischer die Leiche des 17-jährigen Kristoffer (Noe Lou Deflorin). Trotz seines jungen Alters war er wegen Diebstahls- und Drogendelikten bereits aktenkundig und lebte in einem Erziehungsheim. Dort stößt Kommissarin Maria Wern (Eva Röse) jedoch auf eine Mauer des Schweigens.

Selbst die Leiterin Anna (Carina Lidbom) zeigt sich wenig kooperativ. Als Maria die Geduld verliert und Elliot (Edvin Rydin), den augenscheinlichen Anführer der Jugendlichen, im Verhör hart herannimmt, handelt sie sich eine Dienstbeschwerde ein. Auch privat gerät Maria in die Defensive: Ihr Partner und Kollege Sebastian (Erik Johansson) weiß um ihre heimliche Bewerbung für einen Job im Ausland und fühlt sich hintergangen. Mitten in den schwierigen Ermittlungen muss Maria jetzt auch noch ihre Beziehung kitten – und sich selbst darüber klar werden, was sie für die neue berufliche Perspektive aufs Spiel setzen möchte.

Als Elliot plötzlich aus dem Heim verschwindet, findet die Polizei nicht nur sein Boot kieloben auf dem Meer, sondern auch einen Abschiedsbrief. Geplagt von Schuldgefühlen stürzt sich Maria umso mehr in die Ermittlungen, die sie zu einem schrecklichen Geheimnis im Erziehungsheim führen.
© by DasErste/TV-Browser

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Alle Tage

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